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Fahrbericht: Toyota IQ 1.3
2² = IQ

IQ steht ja auch für Intelligenzquotient und beim Bau des Toyota IQ wurde der doch heftigst gefordert. Wer auf so kleiner Fläche einen Viersitzer entwickeln will, der mehr ist als ein Versuch, muss die grauen Zellen schon ganz schön anstrengen. Ob’s auch gereicht hat mit der Anstrengung zeigt unser Test....von Hans Jürgen Eibel





Fahrbericht


Ab April auch in Wort und Bild auf unserem Km/h Motormagazin.
Wir haben den Toyota IQ 1.33 mit Schaltgetriebe einem Praxistest unterzogen und das Ergebnis gleich vorweg – gar nicht schlecht das Teil. Bei dem fast quadratischen Fahrwerk erwartet man keine übermäßig tolle Straßenlage, doch weit gefehlt, der IQ läuft sauber geradeaus und auch in schnellgefahren Kurven benimmt er sich sehr anständig. Die Lenkung ist etwas straff, aber zielgenau und gibt eine exakte Rückmeldung über das Verhalten des Straßenflohs. Ein Wendekreis von 7,40 Meter spricht schon für sich. Leider ist die Rückmeldung über den Straßenzustand via Federung genau so deutlich. Der kleine Toyota ist schon sehr straff abgestimmt. Da wir gerade beim Meckern sind, die Anschnallgurte zu angeln ist kein reines Vergnügen, sie liegen bauartbedingt recht weit hinter den Sitzlehnen und viel Platz ist da zwischen Tür und Sitz nicht. Dafür hat man dann auf den Vordersitzen erstaunlich viel Platz. Die Sitze sind straff und gut konturiert, aber wohl mehr den kurzen Trips in der City dienlich, weniger der längeren Reise.
Etwas wenig Ablageflächen bietet der IQ, nicht mal zu einem Handschuhfach hat es gereicht. Hier muss man auf eine Tasche zurückgreifen, die an der Stelle des Handschuhfachs ihren Platz hat, dafür aber auch einfach heraus- und mitgenommen werden kann. Auch der Kofferraum ist nicht so ganz das Wahre, hat man die beiden Rücksitzlehnen oben, passt da gerade mal eine Aktentasche rein, quer versteht sich. Für alles Größere müssen dann die Lehnen umgeklappt werden, das ergibt dann einen Stauraum von 395 Litern. Nun gut, der Platz auf der Rücksitzbank dient eh mehr der Abschreckung aufdringlicher Zeitgenossen, die unbedingt auch noch mit wollen. Man würde ja gerne, aber - ist hier die Devise. Nun, als Gepäckraum lässt sich der Platz doch ganz gut nützen, wenn auch die Ladekante sehr hoch liegt und das Einladen einer Getränkekiste so zur Fitnessübung wird.

So, nun aber genug gemeckert, der IQ hat mit Sicherheit mehr Positives als Negatives zu bieten.

Da wäre mal der Motor, der 1.3 Liter Benziner leistet 98 PS und das reicht um die Fuhre ordentlich in Schwung zu bringen. Die von Toyota angegebenen Verbrauchswerte erreicht man nicht, im Testverbrauch lagen wir bei 7,2 Litern Super, nützt man auf der Autobahn die Höchstgeschwindigkeit von 180 Km/h muss auch D-Zug Zuschlag mit 9,5 Litern bezahlt werden. Doch etwas reichlich für den Kleinen. Dafür hat man aber auch ein spritziges Auto, solange man nicht in den 6ten Gang schaltet, denn der ist als Schongang ausgelegt.
Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend, die Optik des Armaturenbretts ganz passabel. Unser Testwagen war mit vielen technischen Spielereien ausgestattet, die man sonst nur bei den Oberklassemodellen erwartet. Praktisch war das Keyless Go- und Entrysystem einschließlich des Startknopfes. Eco ist in, und in will der Kleine ja sein. Also hat man eine Stop-Start-Automatik und eine Schaltanzeige. Die Schaltanzeige entpuppte sich als etwas übereifrig und forderte oft an leichten Steigungen schon zum Zurückschalten auf. Brav befolgt, oder trotzig dagegen gehalten, eine Ersparnis im Verbrauch lies sich nicht feststellen. Etwas Gymnastik für das Kupplungsbein und den Schaltarm war die einzige nennenswerte Folge.
Sicherheitstechnisch hat der IQ vom ABS bis zum ESP alles an Bord was für die aktive Sicherheit relevant ist. Passiv dienen zahlreiche Airbags und Isofix der Verhinderung gravierender Schäden, wenn’s mal rumst. Eine neue Entwicklung ist der Sitzflächenairbag des Beifahrers, der unter den Oberschenkeln  zündet und so ein Eintauchen unter den Gurt verhindert,
Der Preis für das Vergnügen, so eine Knutschkugel zu fahren, beginnt bei 12.900 Euro, lässt sich aber ganz easy auf knapp 20.000 Euros treiben. Preiswert ist das Navigationsgerät für 950 Euro, da verlangen andere deutlich mehr dafür.
HJE

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