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Optisch fällt der neue Meriva vor allem durch die Fensterlinie auf, die auf der Höhe der Heckfenster nach unten knickt. Das ist nicht nur ein Design-Gag, sondern hat auch einen praktischen Nutzen: Damit vergrößert sich die Fensterfläche, so dass sich die Sicht der Fondpassagiere nach draußen verbessert. Das Innenraumkonzept nennt sich wie beim Vorgänger „FlexSpace“, ist aber nochmals verbessert worden. Nur wenige Handgriffe sind erforderlich, um die Sitzposition zu verändern oder die Rücksitzlehnen umzuklappen. Die Sitze sind sehr flexibel verschiebbar, so dass die Platzverhältnisse je nach Erfordernis verändert werden können. Insgesamt steht nun mehr Stauraum zur Verfügung: Das Ladevolumen konnte auf bis zu 1500 Liter erhöht werden.
Außerdem gibt es im Innenraum zahlreiche, bequem erreichbare Ablagemöglichkeiten – insgesamt sind es 32. Neu dabei ist das FlexRail-System, bei dem verschiedene Ablagemodule für die Mittelkonsole frei gewählt werden können. Die Module lassen sich auf Aluminium-Schienen zwischen den Vordersitzen verschieben. Ermöglicht wird dieses System durch die hohe Position des Schalthebels und die elektrische Handbremse. Die großzügigen Sitze für Fahrer und Beifahrer bieten eine Menge Einstellmöglichkeiten, so dass jeder seine ideale Sitzposition finden kann.
Auf Wunsch gibt es auch nach besonderen ergonomischen Gesichtspunkten entwickelte Sitze, die denen im Insignia entsprechen und das Gütesiegel der „Aktion gesunder Rücken“ (AGR) tragen. Sie sind mit Lordosenstütze, justierbarer Sitzflächenverstellung, ausziehbarer Oberschenkelauflage sowie vierfach verstellbaren Kopfstützen ausgestattet. Der von Opel entwickelte integrierte Fahrrad-Heckträger FlexFix ist auch für den neuen Meriva verfügbar. Auf dieser Halterung, die sich wie eine Schublade aus dem hinteren Stoßfänger ziehen lässt, können bis zu zwei Fahrräder transportiert werden. Der große Vorteil: Das System muss nicht an- und abgebaut werden.
Ein besonderer Hit des Neulings ist das veränderte Türsystem. Es nennt sich FlexDoors-System – Insider sprechen von Schmetterlingstüren. Und die funktionieren so: Die hinten angeschlagenen Fondtüren schwenken beim Öffnen zum Fahrzeugheck und damit gegenläufig zu den beiden vorderen Türen. Das erleichtert den Ein- und Ausstieg der Fond-Passagiere deutlich. Dazu tragen auch die innen an der B-Säule angebrachten Haltegriffe bei.
Da der Meriva nach wie vor eine B-Säule hat – nicht zuletzt auch für die Karosseriesteifigkeit und den Seitenaufprallschutz –, lassen sich die Schmetterlingstüren vorn und hinten unabhängig voneinander öffnen. Alle vier Türen können bis zu einem Winkel von 84 Grad geöffnet werden, während bei konventionellen Türen 68 bis 70 Grad Standard sind. Spezielle Schließ- und Verriegelungssysteme sollen für die nötige Sicherheit sorgen.
Die Motorenpalette des neuen Meriva erfüllt die Euro5-Abgasnorm und umfasst Antriebe mit einem Leistungsspektrum von 55 kW/75 PS bis 103 kW/140 PS. Dazu gehören drei moderne Benziner mit jeweils 1,4 Litern Hubraum. Weltpremiere im Meriva feiert dabei der 1.4-ecoFlex-Motor, der den 1,6-Liter-Saugmotor ersetzt. Er ist leistungsstärker und gleichzeitig sparsamer und sauberer – Stichwort Downsizing: Aus kleinen Hubräumen werden hohe Leistungen und Drehmomente erzeugt. Allerdings sind dazu sehr leistungsfähige Kraftstoffeinspritz- und Aufladesysteme nötig, und es werden hohe Anforderungen an die Mechanik des Motors gestellt.
Zum Marktstart werden auch zwei Dieselaggregate angeboten. Der kleinere Selbstzünder weist einen besonders guten Wirkungsgrad durch eine neue Technologie auf, nach der die Verbrennung optimiert werden konnte. Der große Diesel bietet mit 260 Nm das größte Drehmoment der Baureihe. Auf Wunsch ist er mit einer Sechsstufen-Automatik lieferbar. Darüber hinaus gibt es von dem in Rüsselsheim entwickelten und im spanischen Saragossa produzierten Van demnächst auch eine verbrauchsoptimierte Ecoflex-Diesel-Version. Im kommenden Jahr soll zudem eine Start-Stopp-Automatik verfügbar und der Umbau auf Autogas ab Werk möglich sein.
EMB