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Erstkontakt: Volvo V60
Harmonie von Form und Funktion

Der Kombi Volvo V60 geht im November mit dynamischen Designlinien ins Rennen. In diesem Monat präsentieren die deutschen Volvo-Händler die neue Limousine S60, und schon folgt der Kombi dieser Baureihe auf dem Fuße: Ab Mitte November wird er zu Preisen ab 28 000 Euro verkauft. Damit wird die 60er-Reihe weiter komplettiert – bekanntlich gehört auch der Crossover XC60 dazu. Bernhard Bauer, Volvo-Chef in Deutschland, geht davon aus, das die drei Modelle im kommenden Jahr mehr als die Hälfte der Volvo-Gesamtverkäufe auf dem deutschen Markt ausmachen werden.





Bericht


Dabei dürfte dem 4,62 Meter langen V60 ein gewichtiger Part zufallen – und wer den neuen Kombi betrachtet, wird ihm einfach den Erfolg unterstellen. Sein Design scheint aus einem Guss, die Linien sind sportlich und elegant, das Heck im Gegensatz zu dem der Volvo-Kombis vergangener Zeiten geradezu grazil. Der einzige Nachteil ist, dass in die kastenförmigen Heckabteile eine Menge mehr passte.

Das heißt: Der V60 ist kein Lade-Spezi, kein Kleintransporter – und will es auch überhaupt nicht. Er erhebt den Anspruch, ein Premium-Kombi in seinem Segment zu sein. Natürlich bietet der V60 aber mehr Platz und eine höhere Innenraum-Variabilität als die Limousine, die genau 1000 Euro weniger kostet als der vergleichbare Kombi. Sein Ladevolumen beträgt 430 Liter; es ist bis auf 1200 Liter erweiterbar.

Die Optik des Fahrzeugs hat sich am neuen S60 orientiert und folgt dessen Linien weitgehend. Keilform, kurze Überhänge und ein coupéhafter Dachverlauf prägen das Bild. Die Front wird vom markanten Gitter-Kühlergrill, dem dreigeteilten Lufteinlass und großen Scheinwerfern in Klarglasoptik dominiert. Der Innenraum bietet eine angenehme Atmosphäre im eleganten, geschmackvollen Ambiente. Die Sitze geben  guten Seitenhalt, sind bequem und komfortabel, aber nicht zu weich.

Als Antriebe stehen fünf Benziner und zwei Turbodiesel zur Wahl. Basis-Aggregat ist ein neu entwickelter, direkt einspritzender 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turbo-Aufladung, der 110 kW/150 PS leistet. Topmodell unter den Benzinern ist der V60 T6 AWD, unter dessen Haube der 2,9-Liter-Sechszylinder-Turbo mit 224 kW/304 PS zum Einsatz kommt. Dieses Modell ist serienmäßig mit permanentem Allradantrieb und einer Sechsgang-Automatik ausgerüstet.

Der kleine Selbstzünder, ein 2,0-Liter Fünfzylinder mit 120 kW/163 PS, konnte bereits auf Kurzstrecken getestet werden. Erstes Fazit: Mit diesem Motor ist der V60 bereits bestens motorisiert, zieht ordentlich durch und macht einfach Spaß. Im Praxistest verbrauchte er 7,7 Liter Dieselöl – auch das geht noch in Ordnung. Wer sparsamer vorankommen will, sollte bis  Anfang 2011 warten – dann folgt der V60 DRIVe mit einem 84 kW/115 PS starken 1,6-Liter-Diesel, der nur 4,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern nehmen soll.

Die Sicherheits- und Komfortausstattung entspricht den bekanntermaßen hohen Ansprüchen des schwedischen Herstellers. Ab Werk sind schon sechs Airbags, ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, der Schleuderschutz DSTC sowie die Spurhalte- und Totwinkel-Assistenten an Bord. Außerdem serienmäßig: die City-Safety-Technologie. Dabei ist ein Sensor an der Front in der Lage, andere Fahrzeuge aus Metall zu erkennen und den Fahrer bei Gefahr zu warnen. Das System soll im Stadtverkehr Auffahrunfälle verhindern oder – wenn das nicht mehr möglich ist – den Aufprall zumindest „abfedern“. Das funktioniert bis Tempo 30.
Eine Weltneuheit ist das Fußgänger-Erkennungs-System, das Volvo im V60 auf Wunsch liefert. Ist das Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von 35 km/h unterwegs, kann das System Fußgänger erkennen, die plötzlich auf die Fahrbahn treten, sogleich den Fahrer warnen und automatisch eine Vollbremsung einleiten, wenn der Fahrer selbst nicht schnell genug reagiert. Das System funktioniert allerdings zunächst nur bei Tageslicht, stellt aber dennoch eine gute Hilfe im Notfall dar. Die Verantwortung aber, das muss man ganz deutlich sagen, trägt immer der Fahrer. Übrigens: Dieses neue System ist von einer internationalen Jury gerade mit dem Plus X Award in der Kategorie Innovation ausgezeichnet worden und trägt nun den Titel „Bestes Produkt des Jahres 2010“.
EMB


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