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Kletterer im Smoking
Bei Betrachtung des Range Rover Sport und den Assoziationen, die durch die Namengebung entstehen, glaubt man zu allerletzt an einen Geländegänger allererster Güte. Doch weit gefehlt, der Range kann wirklich alles was man von einem Offroader erwartet oder in diesem Falle auch nicht erwartet. Wir hatten das Vergnügen, die Bergziege auf der Motocross–Strecke des MSC Lugau einer Prüfung der besonderen Art zu unterziehen. Verpassen sie auf keinen Fall das Video dazu.
Wie Landrover allerdings zu der Bezeichnung Sport kam, bleibt tief in den Gehirnwindungen der Namensgeber verborgen. Mag sein, dass man das Erklettern des Fahrersitzes, auf dem man bequem über den Niederungen des der „normalen Autofahrer“ thront, als sportliche Leistung erachtete, aber auch da macht die Luftfederung und der abgesenkte Modus keinen besonderen Akt daraus. Wie dem auch sei, die niedrigere Dachkante lässt den Sport schon etwas gedrungener und aggressiver wirken als das landläufige Modell des Range Rover. Kommt auch beim Betrachter ganz gut an.
Die Leistung
Sportliche Leistung muss eher der zugunsten eines höheren Drehmoments und besseren Ansprechverhaltens im Gelände auf 190 PS gedrosselte V6 Diesel erbringen, wenn er die 2,5-Tonnen-Fuhre in Bewegung setzen muss. Mit 12,8 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h ist er nicht gerade langsam, und, subjektiv betrachtet, hat man auch nicht das Gefühl, untermotorisiert zu sein. Gegenüber seinen V8-Kollegen belohnt einen der V6 TD für die Bescheidenheit bei der Leistung auch an der Tankstelle: 11,8 Liter Diesel im Testdurchschnitt ist für das Geschoss eher ein bescheidener Verbrauch.
Vieeel Platz
Trotz der niedrigeren Dachlinie bietet der Innenraum Platz in Hülle und Fülle, die abgesenkte Dacheinheit beeinträchtig auch die Kopffreiheit nicht wirklich. Der Kofferraum lässt auch Expeditionsgepäck in seinen Tiefen verschwinden. Noblesse oblige ist beim Flair im „Wohnzimmer“ nicht nur beim Range Pflicht, auch beim Sport folgt Land Rover dieser Verpflichtung. Vielleicht hätte man ja zur Abwechslung mal die Armaturen etwas sportlicher gestalten können, aber wirklich störend ist die übliche Ausstattung nicht.
Wer im Gelände repräsentieren will
Erfreulich ist die neue 6-Gang-Automatik, die meist dadurch glänzt, dass man sie als gar nicht präsent empfindet. Terrain Response heißt das Zaubermittel fürs Gelände. Ein Knopfdruck und die elektronischen Systeme des Sport machen so ziemlich alles alleine, was zu einer erfolgreichen Gel?ndek?r n?tig ist. Nat?rlich gibt es auch noch verschiedene Programme f?r alle Arten von Gel?nde, mit denen man seinen Spieltrieb befriedigen kann, n?tig w?ren sie aber wohl nur f?r die Leute, die sich in den Experience-Touren, die Land Rover jedes Jahr veranstaltet, im wirklich extremen Outback bewegen. Hilfreich auch die Bergabfahrhilfe, mit der der Range auch steilste Gef?lle zu einer leichten ?bung werden l?sst. Ein vielseitiges Auto also, das zum Repr?sentieren taugt, das aber auch f?rs Grobe mehr als geeignet ist.
Anh?ngelast?
Ein Fahrzeug f?r alle, die auch mal einen schwereren Anh?nger bewegen m?ssen. 3,5 Tonnen Anh?ngelast sprechen ein deutliches Wort. Der 2-Tonnen-Pferdeanh?nger von B?ckmann hat ihn jedenfalls nicht wirklich interessiert. Der Sport ist mit der sanft schaltenden Automatik als ein ?f?r den Pferdetransport vorz?glich geeignetes? Ger?t einzustufen. Die abnehmbare Anh?ngerkupplung ist schnell und einfach montiert, ein Kofferraum mit ausreichend Platz f?r zus?tzliche Ger?tschaften rundet das Bild ab. Mit dem Sport ist man in jedem Fall standesgem?? ausger?stet
Text und Bild: Automagazin24.de
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