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Fahrbericht Dodge Caliber SXT 2.0 CRD
Schweres Kaliber?

Nun, er könnte ganz schwer einschlagen: der neue Dodge Caliber. Dodge wer? Das zweite Dodge-Modell auf dem deutschen Markt, der Marke, die zum DaimlerChrysler Konzern gehört, genauer zur Chrysler-Jeep-Dodge-Gruppe. Bis dato ist von der Marke Dodge den meisten nur die Dodge Viper bekannt – und die hat ja nicht gerade das Potential für ein Volumen-Modell. Der Caliber schon – er zielt auf das Golf-Segment.


Der Caliber mit seinem typischen Dodge-Gesicht wurde für den Weltmarkt entwickelt – so ist es nicht verwunderlich, dass ein amerikanisches Auto mit einer Topmotorisierung in Dieselform in den Markt geht. Der Pumpe-Düse-Diesel mit 2,0 Liter Hubraum, 140 PS und 310 Nm Drehmoment geht mit Vehemenz zur Sache. Zwar etwas brummig, aber nicht unangenehm vom Ton her. Die Fahrleistungen sind mit 196 km/h und einer Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 in 9,3 Sekunden recht ordentlich. Mit dem kostbaren Kraftstoff geht er vernünftig um. Das Fahrzeug, das Dodge uns zum Test zur Verfügung stellte, war nagelneu – so dauerte es etwas, bis wie genauere Angaben zum Verbrauch hatten. Der Caliber ließ sich ab der 1000-Kilometer-Marke zwischen 6,9 bei verhaltenem Gasfuß und 9,4 Litern bei Bleifuß bewegen. Und: Die Tendenz im Verbrauch ist mit zunehmender Kilometerzahl ja sinkend.
Das Sechsgang-Getriebe läst sich ohne Kraftaufwand und exakt bedienen, man hat immer den passenden Gang zur Hand. Das bieten die Mitbewerber im C-Segment zwar auch, was sie aber nicht bieten ist die Ausstrahlung, die der Caliber zweifelsohne hat: Deutlich sticht er aus der Masse heraus. Der Crossover erregt Aufsehen und selten habe ich auf der Autobahn so viele Überholer bemerkt, die sich dann wieder zurückfallen ließen – nur um das Auto genauer betrachten zu können.

Praxistest des Praktischen

Mit seinem Steilheck bietet der Caliber wirklich ausreichend Kofferraum, mit den geteilt (60/40) umklappbaren Rücksitzlehnen dann noch dazu einen ebenen Stauraum. Die ab der SE-Version auch umlegbare Beifahrersitzlehne schafft es dann, das berühmte „Ikea-Maß“ herzustellen. Die Sitze sind angenehm körpergerecht geformt und haben Langstrecken-Charakter. Die Bedienung ist intuitiv und einfach, der einzige Wermutstropfen ist die umständliche Scheibenwischer-Steuerung mittels Drehknopf. Hier könnte doch ein Regensensor noch nachgerüstet werden. Ebenfalls eher unangenehm ist die große A-Säule, die das Sichtfeld nach schräg vorn und in engen Kurven sehr beeinträchtigt. Auch insgesamt ist die Rundumsicht wegen der kleinen Heckscheibe nicht berauschend.
Der Instrumententräger ist in zweifarbigem Kunststoff mit Applikationen in Aluminiumoptik gehalten, Elemente, die sich in den Türverkleidungen fortsetzen. Solide gemacht und sauber verarbeitet. Die beiden Rundinstrumente sind klar gezeichnet und gut ablesbar. Nachts werden sie mit Iceblue illuminiert. Etwas unpraktisch wirkt auch die Bedienung des Bordcomputers – über Knöpfe hinter dem Lenkrad. Während der Fahrt kann das etwas problematisch werden. Das optionale Soundsystem verdient seinen Namen und bietet einen sehr guten Klang, kein Bassdröhnen in den Verkleidungen trübt den Musikgenuss. Neben einem gekühlten Handschuhfach bietet der Caliber darüber noch ein kleineres zweites Fach an. Mehrere Ablagen und ein Staufach in der Mittelkonsole helfen Ordnung zu halten.

Die Sicherheitsstandards

Bei einem neu entwickelten Fahrzeug erwartet man natürlich, die Sicherheitsfeatures vorzufinden, die up to date sind. Der Caliber bietet hier zwei Frontairbags und Window-Airbags auf allen Plätzen sowie Isofix-Kindersitz-Befestigungen auf den Rücksitzen. ESP ist leider erst ab der 2,0-CRD-Motorisierung Serie. ABS mit Bremsassistent ist Serie.

Der Caliber legt mit 14.990 Euro für den S1.8 los. Für das Topmodell, der SXT 2.0 TDI müssen mindestens 19.790 Euro über den Tresen des Händlers wandern.
Wartungs- und Ölwechsel-Interwalle von nur 15.000 Kilometer beim Diesel oder 12.000 Kilometer beim Benziner (oder alle 12 Monate) sind allerdings nicht mehr so ganz zeitgemäß.


Natürlich hat auch SRT den Caliber nicht links liegen lassen.
Das Street and Racing Technology (SRT) Team der Chrysler Group bringt mit der Einführung des neuen Dodge Caliber SRT4 sein Höchstleistungs-Renommee auf ein neues Spitzenniveau. Angetrieben wird der Caliber SRT4 von einem 2,4 Liter-Weltmotor, der in der SRT-Version 224 kW (304 PS) leistet und ein maximales Drehmoment von 353 Nm entwickelt.
Automagazin24.de. Bilder: Klaus Eibel

Technische Daten, Preise und Ausstattung

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