Nagelneu und doch altbekannt
Beim neuen Pajero ist Mitsubishi das Kunststück gelungen, einen neuen Offroader auf die Beine zu stellen, ohne sich der Kritik der treuen Käuferschar auszusetzen. Pajerofahrer sind zum größten Teil Stammkunden und man liebt es „altbewährt“. Diese Klientel wird mit dem „Neuen“ sicher hochzufrieden sein.
Dies dürfte sich auch positiv auf die Preise der gebrauchten Pajeros auswirken, denn nichts schickt die so in den Keller wie ein neues Modell, das mit dem alten nichts mehr zu tun hat.
Hauptaugenmerk bei der Entwicklung war also „Evolution statt Revolution“. Bei allem Neuen musste halt immer ein Pajero rauskommen.
Man muss schon genau hinsehen, um den Neuen zu erkennen, seine Silouette ist altbekannt und das Gesicht gekonnt geliftet. Den Scheinwerfern hat Mitsubishi jetzt als Serie Xenonlicht spendiert.
Im brandneu gestalteten Innenraum spiegelt der Pajero die japanische Auffassung von Qualität und sorgfältiger Detailverarbeitung wider und präsentiert sich auch aus diesem Blickwinkel als anspruchsvolles, elegantes Reisefahrzeug: funktional, zeitlos modern und ohne vordergründige Modeattitüde.
Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
Die nun serienmäßige Ergänzung des elektronisch geregelten Hightech-Allradsystems „Super Select 4-II“ durch ein elektronisches Stabilitätsprogramm und eine elektronische Traktionskontrolle, optionale Verfügbarkeit eines sperrbaren Hinterachsdifferenzials, sorgen für zusätzliche Geländeperformance;
eine Neuabstimmung der Fahrwerkskonfiguration mit Einzelradaufhängung vorn und hinten im Hinblick auf verbesserten Federungskomfort, weniger Seitenneigung (- 25%) und höhere Fahrstabilität im Hochgeschwindigkeitsbereich (on- und offroad);
Einsatz eines neuen Common-Rail-Systems für die 3,2-Liter-Vierzylinder-Dieselvariante (Erfüllen der Abgasnorm Euro 4, optimiertes Schwingungsverhalten mit 15-prozentiger Senkung des Geräuschpegels). Ein Diesel-Partikelfilter zählt in den Automatikversionen zur Serienausrüstung, für die Ausführungen mit Handschaltgetriebe wird dieses Feature je nach Markt verfügbar sein. Als weitere Zugewinne ergeben sich dank variabler Turbolader-Turbinengeometrie ein Leistungszuwachs um 10 auf 170 PS bei der Automatikversion und ein Drehmomentanstieg um acht auf 381 Newtonmeter bei der Schaltvariante:
Auf der Benzinerseite löst ein neu entwickeltes 3,8-Liter-V6-Aggregat mit variabler Ventilsteuerung („MIVEC“) und einer Leistung von 184 kW/250 PS*** die Vorgängerausführung (3,5 l/149 kW202 PS)* ab. Das Triebwerk kommt auch auf dem nordamerikanischen Markt im Sportcoupé Eclipse zum Einsatz.
Beide Motoren sind mit den neuesten Entwicklungsstufen bewährter Getriebeeinheiten kombiniert: Zur Wahl stehen ein fahraktiv abgestimmtes Fünfgang-Schaltgetriebe und die ebenfalls fünfstufige, elektronisch gesteuerte „INVECS-II“-Automatik mit sequenziellem „Sports“-Schaltmodus und adaptiver Bergabfahrt-Kontrolle (Adaptive Shift Control).
Weiter zeigt Mitsubishi auf dem Pariser Messestand die Studie, zum bald neu aufgelegten Outlander, die doch recht vielversprechend ist. Mal sehen wieviel Mut zur Veränderung da überbleibt.
Text : Automagazin24.de Bilder: Hersteller
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