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Doppel-Whopper
Hyundai hat verstanden. Wer noch den Vorgänger des neuen Santa Fe fuhr, musste doch eine gehörige Portion Gleichmut gegenüber spöttischen Blicken und Bemerkungen aufbringen. Daas dürfte mit dem neuen Santa Fe endg?ltig vorbei sein. Das Design des neuen Santa Fe ist das eines modernen SUV ohne martialisches Gehabe.
Was wir nie so ganz verstanden haben: warum man ein SUV mit einem Frontantrieb versieht? Immerhin beraubt man das SUV dann seiner hervorstechendsten Eigenschaft ? nämlich auch mal sportlicheren Aktivitäten abseits befestigter Pisten nachgehen zu können, beraubt.
Der 2WD ist in beiden Varianten erhältlich. Der Frontantrieb macht ihn zum idealen Auto für Menschen, die ein gediegenes Ambiente in Verbindung mit einer rustikalen Optik dem Gleichklang der Limousinen vorziehen und mit Sicherheit die asphaltierten Strecken höchstens mal für einen Wald- und Wiesenweg verlassen. Dies dürfte der Grund für die Entscheidung gewesen sein, den Santa Fe auch als 2WD anzubieten. Also haben auch wir verstanden.
Sixpack
Der Santa Fe verspricht mit seinen 190 PS starken Sechszylinder eigentlich mehr Agilität als er dann halten kann. Gerade in den höheren Geschwindigkeitsbereichen wirkt der V6 doch etwas zäh. Diese 190 Pferdchen wollen nicht so ganz ihrer Papierform gerecht werden, zumindest verspricht man sich da mehr. Allerdings wollen diese auch ganz schön gefüttert werden, wenn man ihnen die Sporen gibt. Der Verbrauch kann dann schon mal die 17-Liter-Grenze pro 100 Kilometer überschreiten. Der 2,7-Liter-V6 zeichnet sich aber durch seidenweichen und ruhigen Lauf aus ? das macht den V6 zu einem angenehmen Reisefahrzeug. Der 2,7-V6 sprintet von 0 auf Tempo 100 in 10,0 als 2WD und in 11,7 Sekunden als 4WD. Die Höchstgeschwindigkeiten erreicht er bei 190 bzw. 176 km/h.
Ganz anders verhält sich hier der Diesel. Der Vierzylinder 2,2-Liter-Common-Rail-Turbo des Hyundai leistet 150 PS und hat ein maximales Drehmoment von 335 Nm. Seine Kraft gibt er optional über eine Fünfgangautomatik mit zweiter Schaltebene zur manuellen Gangwahl an das Allradsystem ab oder über ein manuelles Fünfganggetriebe. Die Automatik ist nur im Diesel erhältlich. Der 2,2-CRDi 2WD erreicht Tempo 100 aus dem Stand in 11,3 (12,4 Automatikversion), der 4WD benötigt dafür nur 11,6 (12,9) Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 bzw. 179 km/h für den Allrad. Die Automatik mindert die Höchstgeschwindigkeit um ein km/h.
Sicherheit
Zum Sicherheitspaket zählt neben dem in allen Modellen serienmäßigen ESP natürlich der optionale Allradantrieb mit elektromagnetisch betätigter Mehrscheibenkupplung am hinteren Differenzial, schlupfabhängiger, variabler Kraftverteilung von 100% auf die Vorder- bis 50% auf die Vorder- und 50% auf die Hinterräder. Sonst ist alles an Bord, was in diesem Segment üblich ist.
Nicht die Spur
Die in der Vergangenheit oft etwas unbeholfen wirkende Innenraumarchitektur bei Hyundai ist einem sehr ansehnlichen Ambiente gewichen, das durchaus Anleihen bei der Premiumklasse nimmt. Haptisch und optisch sind die verwendeten Kunststoffe, die durch matt glänzende Holzeinlagen und matte Aluminiumoptik aufgelockert werden, in Ordnung. Ansprechende Instrumente und eine unproblematische Bedienung runden den guten Eindruck ab.
Transporteinheit
Auch Hyundai trägt dem Trend zum Siebensitzer Rechnung. Nur kann man sich beim Santa Fe überlegen, ob es sich lohnt, das Mehrgewicht für die dritte Sitzreihe durch die Gegend zu schleppen ? für die wohl eher seltenen Einsätze. Für einen Aufpreis von 1490 Euro erhält man diese im Boden versenkbare Sitzeinheit. Im Preis dabei ist dann der Niveau-Ausgleich und eine separate Klimatisierung für diese Reihe.
Über eine große Heckklappe erreicht man den großzügigen Kofferraum und kann diesen durch die umklappbaren Rücksitze nochmals erweitern. Auffällig dabei: ein solider Bügelgriff, der den sonst üblichen Klappgriff ersetzt.
Kampfpreis – Preiskampf
Der Hyundai Santa Fe ist ab 29.490 Euro in der 2WD Ausführung zu bekommen. Dabei ist der Preis für Diesel und Benziner gleich. Als 4WD muss man beim Diesel 3000 Euro und beim Benziner 3500 Euro mehr anlegen. Die Aufpreisliste ist erfreulich kurz und mit freundlichen Preisen ausgestattet. Das hei?t: Der Santa Fe ist auch vom Preis her ein erfreuliches Angebot.
Hersteller Seite
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