Kurztest
Unterschiede, die ins Auge springen, findet man nicht zwischen den beiden. Deshalb muss man schon sehr genau schauen um den AWD vom 2WD zu unterscheiden.
Der Diesel als AWD zeichnet sich durch seine universelle Verwendbarkeit aus. In der City ist er ein wendiges Auto mit wenig Platzbedarf auf unseren überfüllten Strassen, aber dennoch reichlich Platz im Innenraum.
Abseits der befestigten Strassen kann man ihm schon einiges zumuten. Der permanente Allradantrieb, der im Normalfalle, also auf trockener Straße, den SX4 zum Fronttriebler macht, schaltet erst dann automatisch über eine elektromagnetisch gesteuerte Lamellenkupplung zu.
Unter den Modi 4WD-Auto, 4WD-Lock und 2WD kann per Schalter gewählt werden, dies auch jederzeit während der Fahrt.
Im 4WD-Auto-Betrieb wird das Antriebsmoment zunächst nur zu den Vorderrädern geleitet, bis die Sensoren der ABS-Elektronik, die ständig die Geschwindigkeit der Räder kontrollieren, erkennen, dass ein Rad durchdreht bzw. durchzudrehen droht. Sobald dies geschieht, wird über eine elektromagnetisch gesteuerte Lamellenkupplung die Hinterachse zugeschaltet. Ein weiterer Vorteil der Lamellenkupplung liegt darin, dass sie sehr schnell reagiert und zudem Verspannungen im Antriebsstrang vermeidet. Der 4WD-Lock-Modus sorgt für ein noch stabileres Anfahren und eine sichere Traktion auf Schlamm, Schnee und anderem rutschigen Untergrund. Das Antriebsmoment wird dabei im festen Verhältnis von 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Der Modus bleibt bis 60 km/h aktiviert und schaltet dann zugunsten eines höheren Fahrkomforts automatisch in den 4WD-Auto-Betrieb um. Für kraftstoffsparendes Fahren, zum Beispiel auf trockener Straße und bei längeren Autobahnreisen, kann als dritte Variante der 2WD-Modus für reinen Frontantrieb gewählt werden.
Dem Vortrieb im Gelände wird nur durch die Bodenfreiheit eine Grenze gesetzt. Gut, extremes Klettern bleibt zwar den „wirklichen“ Geländesauriern vorbehalten, aber so reicht es allemal. Man will ja nicht den Rubikon-Trail bezwingen.
Der 1.9-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung ist ausreichend stark und genügsam. Der Motor entwickelt eine Leistung von 88 kW/120 PS und ein Drehmoment von 280 Newtonmetern bei 2.000 U/min. Damit beschleunigt das frontangetriebene 2WD-Modell in 10,5 Sekunden auf Tempo 100. Die AWD-Variante benötigt für den Standardspurt 11,2 Sekunden. Der kombinierte Verbrauch liegt bei 6,3 (6,6) Litern Diesel je 100 Kilometer laut ECE. Ein Partikelfilter (DPF) gehört zur Serienausstattung. Die Geräuschentwicklung bleibt dabei nicht immer im Hintergrund, aber da will Suzuki noch an der Dämmung arbeiten. Der Motor stammt von Fiat, diese Seite bringt der italienische Hersteller in die Kooperation SX4 – Sedici ein.
Benzin und 2WD
Als reiner Fronttriebler hat der SX4 natürlich auch so seinen Reiz, weniger Gewicht und Reibung durch den AWD sorgen für mehr Agilität. Der 1.6 Liter verfügt über 79 kW/107 PS und ein maximales Drehmoment von 145 Newtonmetern bei 4.000 U/min. Der Verbrauch liegt ebenfalls bei lediglich 6,8 Litern Superbenzin für das frontangetriebene 4x2-Modell und bei 7,1 bzw. 7,6 Litern Superbenzin je 100 Kilometer für die 4x4-Variante bzw. die 4x2-Automatikversion.
Fazit
Wer in Regionen zu Hause ist, wo Schnee nicht nur vom Hörensagen her bekannt ist, der ist mit dem AWD gut beraten. Auch Zeitgenossen, die sich nicht scheuen, den „Pfad der Tugend“, sprich asphaltierte Strassen, mal zu verlassen, kommen mit dem AWD recht weit.
Für City-Cowboys die höchstens mal einen Feld-Wald- und Wiesenweg als Herausforderung in Betracht ziehen ist auch der 2WD völlig okay. Ob Diesel oder Benziner ist dabei reine Geschmackssache und eine Kostenfrage.
Text und Bild: Automagazin24.de
nützliche Links
Versicherungs-Rechner
Gebrauchte Suzuki SX4 bei: