Fahrbericht
Zweihundert Turbo PS machen Laune und wenn die Sonne lacht noch viel mehr. Sitzt man dann noch in einem Innenraum der auch das Auge erfreut, bremst einem eigentlich nichts mehr. Leichte Knistergeräusche, die bauartbedingt bei geschlossenem Dach zu hören sind, werden unhörbar und man lauscht nur noch dem Sound des Motors und dem Fahrtwind, der Geschichten von Sommer, Sonne und Meer erzählt. Gerne würde man sich Richtung Süden absetzen.
Der 2.0-Liter-Vierzylinder Turbomotor mit seinen 200 PS gibt dem Eos jene souveräne Kraft, mit der man in allen Situationen immer über genügend Leistungsreserven verfügt und dennoch das sanfte Dahingleiten genießen kann. Der Verbrauch ist nicht gerade das, was man als sparsam bezeichnen könnte und variiert je nach dem wie der Fahrer mit dem Gaspedal umgeht sehr stark. Wir konnten zwischen 8,7 und 13,4 Liter pro 100 Km verbuchen, und das vom guten Super-Plus.
Rum ums Eck
Bei der „Kurvenhatz“ gibt der Eos eine ebenfalls gute Figur ab. Die Lenkung ist zielgenau und das Fahrwerk verträgt schon einiges an Querbeschleunigung. Übertreibt man es jedoch, greift das neu entwickelte ESP ein und gibt über einen kurzen Impuls im Lenkrad dem Fahrer die Richtung, in die er drehen sollte, vor. Intuitiv macht der Fahrer dann das Richtige: Er steuert dagegen und hilft so dem Assistenzsystem, das ausbrechende Heck wieder einzufangen. Von einem neuen Auto erwartet man natürlich auch Bremsen, die „state of the art“ sind und wird nicht enttäuscht. Auch der beim Golf V noch kritisierte Bremsassistent zeigt nun Kultur und macht aus einem scharfen Anbremsen vor der Kurve nicht gleich eine Vollbremsung, und damit den Fahrer zum Trottel. Doch – man hat gelernt!
Wie VW-üblich macht auch die Bedienung des Fahrzeugs keinen Stress. Es befindet sich alles dort wo es hingehört und ist griffbereit. Klare und gut ablesbare Instrumente runden das Bild ab. Wohltuend auch die verbauten Materialien mit schöner Optik und grifffreundlichem Gefühl, zu neudeutsch „Haptik“ genannt.
Der Eos ist ein Fahrzeug für zwei, denn wer will schon im vollen Fahrtwind auf den zwar bequemen aber doch recht zugigen Rücksitzen Platz nehmen. Hat man das Verdeck offen, ist auch der Kofferraum eingeschränkt und das Urlaubsgebäck auf das Nötigste zu reduzieren. Dieses Bild ändert sich, wenn das Verdeck geschlossen ist. Man kann die Schutzhaube, die den Bereich für Gepäck mit offenem Verdeck kennzeichnet, nach oben klappen und damit dann auch mehr einladen. Baut man das Windschott noch aus und verstaut es in seiner Tasche ganz unten Im Kofferraum, lassen sich die Rücksitze auch noch als Stauraum missbrauchen.
Ein Auto für Pärchen ohne Kids, in dem man auch mal noch zwei Personen mitnehmen kann. „Patchwork“ Familien werden ihn wohl nicht in Betracht ziehen. Und wenn doch, dann höchstens als Zweitwagen, der durchaus auch wintertüchtig ist.
Ab 25.900 Euro können sie den EOS als FSI und ab 30.200 als Turbo FSI beim VW-Händler erstehen.
Text und Fotso: Automagazin24.de
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