Bericht
Vergleichbar mit dem roten Tuch vor den Augen des Stieres, blicken Sie auf das Auto. Ihr Instinkt siegt – Sie müssen einsteigen. Vom Sportsitz eingerahmt blicken Sie auf die freie Straße. Vor Ihnen flimmert der Asphalt. Sie allein haben die Macht über den 4,2-Liter-V8 Motor. Oder beherrscht er Sie? Beherrschen Sie sich selbst? 309 kw (420 PS) ergreifen Körper und Seele – lassen Sie sich hinreißen? Per Knopf starten Sie den Motor. Sie betätigen das Gaspedal. Der Klang durchströmt Ihren Körper, jedes einzelne Härchen stellt sich. Sie legen den ersten Gang ein, lassen die Kupplung kommen, Adrenalin schießt in Ihre Adern, das Gas greift, der RS4 beschleunigt blitzartig – nichts kann Sie mehr halten …
Kontrollierte Kraft

Angetrieben von 420 PS beschleunigt der V8-Motor den RS 4 in 4,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und in insgesamt 16,6 Sekunden weiter auf Tempo 200. Das Verhältnis von Gewicht zu Leistung – hier: 3,93 kg pro PS – ist für einen Alltagsrenner mehr als sehr gut – diese Werte bringen sonst nur echte Sportwagen. Um das Gewicht zu verringern, sind Kotflügel, Motorhaube und viele Teile des Fahrwerks aus Aluminium gefertigt. 420 PS – so viel Kraft gilt es optimal auf die Strasse zu bringen. Dies gewährleistet der quattro-Antrieb, der für die optimale Traktion sorgt. Sollte es beim Fahren doch einmal eng werden, können Sie auf die Leistung der Bremsanlage vertrauen. Gelochte, innen belüftete und schwimmend gelagerte Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 365 Millimeter vorn und 325 hinten verzögern den Wagen bestmöglich. Die optionale Keramikbremsanlage ist ideal für den Einsatz im Grenzbereich, unser Testwagen war damit ausgerüstet. Die Synthese von Kohlefasern und Siliciumcarbit bringt extreme Härte, Verschleißfestigkeit und Hitzebeständigkeit mit sich. Genial ist die für den Fahrer unbemerkbar bleibende Bremsscheibenwischfunktion: Sie hält bei Nässe die Bremsscheiben trocken und liefert sofortige Bremsbereitschaft.
Der Wolf im Schafspelz
Anzusehen sind dem RS 4 seine inneren Werte kaum – er ähnelt auf den ersten Blick eher dem normalen A4. Dem Kenner hingegen stechen sofort einige markante Details im Außenbereich ins Auge, an erster Stelle der imposante Gittergrill und die zusätzlichen Lufteinlässe in der Front. Die Schwellerverbreiterungen und markanten Radläufe, welche die wuchtigen Alufelgen in sich bergen, betonen die Flanke des Autos. Das Heck ist durch ein neues Design der Schürze sowie durch die zwei großen ovalen Endrohre geprägt. Zusätzlich lässt das dezente RS4-Logo erahnen, welch geballte Kraft im Inneren des Autos schlummert.
Sportliches Innenleben
Es besticht sehr, wie sich im RS4 Luxus mit der nüchternen Funktionalität eines Sportwagens verbindet. Die Optik wird durch edle Materialien wie Carbon, Aluminium und Leder bestimmt. Die Sportsitze lassen sich per Bedientaste perfekt an die Silhouette des Fahrers anpassen. Die hohen Seitenwangen sorgen für guten Halt, bereiten aber beim Ein – und Aussteigen Probleme. Der Motorstartknopf und das abgeflachte Lederlenkrad finden sich bei allen RS4-Modellen wieder. Das Lenkrad verfügt über einen integrierten Sportknopf. Dessen Betätigung macht das Gaspedal sensibler und der Motor reagiert schneller. Gleichzeitig öffnet sich eine Klappe in der Abgasanlage, wodurch der Sound gehörig gesteigert wird. Pedale aus Aluminium runden den sportlichen Eindruck ab.
Leistung hat seinen Preis
Der Grundpreis beträgt 69.900 Euro, der von uns gefahrene Testwagen schlägt mit 79.710 Euro zu Buche. Im Vergleich zur Zuffenhausener Konkurrenz noch fast ein Schnäppchen.
Text: Auto-Magazin24.de Bilder: Auto-Magazin24/Audi AG
Testwagenpreis
Preisliste des Testwagens:
| RS 4 |
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| Motor RS 4 4.2 quattro 309(420) kW (PS) 6-Gang
Kraftstoffverbrauch kombiniert: 13,4 l
CO2-Emission kombiniert: 322 g/km |
69.900,00 |
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| Außenfarbe Misanorot Perleffekt |
0,00 |
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| Innenraum |
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| Sitze: RS Schalensitz |
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| Materialien: Sitzbezüge in Leder/Stoff |
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| Farben: Sitzbezug schwarz, Armaturentafel schwarz-schwarz, Teppich schwarz, Himmel silber |
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