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Aston Martin Vantage V8 HP400+ von Eibach

Do the locomotion!Eibach Vantage

„The need for speed“ ist in kaum einem anderen Land so ausgeprägt wie in England. So nannte bereits der legendäre Ingenieur George Stephenson eine seiner ersten Lokomotiven „The Rocket“ (Rakete). Auch die faszinierende Einheit der Pferdestärke (Englisch HP für Horse Power) stammt aus der Zeit der Dampfmaschine und konnte sich im allgemeinen Sprachgebrauch bis heute als Vergleichsmaßstab halten.

Text

Bei den ersten Automobilen, die nicht auf Schienen fuhren, merkte man sehr schnell, dass es nicht nur auf die Leistung ankam. So waren sp?ter auch die relativ untermotorisierten Mini Cooper wegen ihres agilen Handlings dennoch sehr erfolgreich im Motorsport. Es wundert also nicht, wenn die Firma Eibach, die sowohl im Rennsport als auch bei Fahrwerken f?r den normalen Stra?enverkehr auf eine jahrzehntelange Erfahrung zur?ckblicken kann, in Amerika mit dem Slogan ?Horsepower for the turns? wirbt.

Die Quintessenz dieser Bemühungen aus technischer Faszination und dem Streben nach Geschwindigkeit ist augenblicklich das Eibach Vantage V8 HP400+ Projektfahrzeug, das zusammen mit den Technologiepartnern Prodrive, Pirelli und Alpine Electronics realisiert wurde: Ein Auftreten so stilsicher wie ein Herrenanzug aus der Londoner Bond Street und performancetechnisch so überlegen wie der unschlagbare Renn-Käse aus Gloucestershire. Kein Witz übrigens: Seit Jahren gewinnt das rollende Nahrungsmittel jedes Bergrennen gegen seine menschlichen Herausforderer, die versuchen, es bei seinem unkontrollierten Sturz über einen steilen Abhang einzuholen.

„The Will To Win“ ist auch dem Eibach V8 HP400+ zu Eigen. Sowohl Schienenfahrzeugen als auch dem rollenden Käse – und vielen automobilen Konkurrenten – fehlt das nahezu perfekte Handling. Mit einem Minimum an Rollneigung und optimalem Einlenkverhalten brilliert das Fahrwerk mit den Eibach Pro-Kit Performance Fahrwerksfedern, die den Hochleistungssportwagen vorne um zehn, hinten um fünf Millimeter näher an die Straße holen. Durch eine progressive Auslegung werden die Federn mit zunehmender Einfederung straffer und sorgen stets für Top-Traktion. Bei einer messerscharfen Kurvenhatz assistieren elektronisch verstellbare Sportstoßdämpfer made by Bilstein, deren Kennlinie der Fahrer per Schalter jederzeit aus dem Cockpit heraus ändern kann. Überzeugend ist auch der durchaus ordentliche Restkomfort des Fahrzeuges. Während beim Zug die Schienen vorgeben, wohin es geht, hat bei Eibach der Fahrer alles in der Hand: Zusätzlich zum Pro-Kit sorgt das speziell für dieses Fahrzeug gefertigte Eibach Anti-Roll-Kit dafür, dass nahezu jedes Manöver mit einem Minimum an Seitenneigung möglich ist. Die Sportstabilisatoren bestehen aus hochfestem Rohrstahl, der durch seinen Hohlraum gleichzeitig das gesamte Fahrzeuggewicht niedrig hält.

Eibach Pro-Spacer Spurverbreiterungen aus Aluminium verbessern die Straßenlage weiter und verleihen dem Aston Martin Vantage V8 eine Optik, die von der einer Schmalspurbahn ähnlich weit weg ist wie der Grund des Marianengrabens von der Spitze des Mount Everests. Diese wurde 1953 erstmals von einer britischen Expedition bestiegen. Einen Gipfel im weiteren Sinne erklommen die Briten in Gestalt der Firma Prodrive auch beim Eibach V8 HP400+; und zwar in puncto Leistung, schließlich steht das HP im Projektnamen nicht nur für High Performance, sondern auch für ordentlich Horse Power: Das Resultat sind rund 431 DIN-PS (425 bhp), die das Tuningteam, mit dem Eibach auch bei Aston Martin Racing zusammenarbeitet, aus dem Achtzylinder-Triebwerk (Serie: 385 DIN-PS; 380 bhp) dieses Vantage V8 holt. Auch in puncto Drehmoment geizte Prodrive nicht und bescherte dem Aston Martin einen Zuwachs von 410 auf 440 Nm. Das Resultat dieser beeindruckenden Zahlen ist eine um 15 km/h bessere Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h und ein Zuwachs bei der Beschleunigung von null auf 100 km/h um drei Zehntel – insgesamt nur 4,7 Sekunden! Bei so viel Speed benötigt der  Hochleistungssportwagen eine ausgefeilte Aerodynamik, um genug Anpressdruck zu erzeugen, schließlich wollte Eibach kein Flugzeug konstruieren. Prodrive gelang es nach umfangreichen Versuchen im Windkanal und mit Computersimulationen den Auftrieb des Fahrzeugs um 45 Prozent zu reduzieren. Hierbei kommt eine Frontlippe mit Splitter und ein effektiver Heckspoiler zum Einsatz – beide aus dem hochfesten Hightech-Material Karbon, das zudem noch sehr leicht ist.

Wichtig für ein optimales Fahrverhalten ist auch das Gewicht der ungefederten Massen. Felgen so groß wie bei einem Güterwagon, aber dennoch federleicht? Kein Problem: Prodrive setzt auf 19 Zoll große Schmiederäder aus Leichtmetall, die das Gewicht im Vergleich zu den Serienrädern um circa ein Kilo pro Rad senken. Hinzu kommt ein formidables Design, das eine Hommage an den Aston Martin DBR9 GT1 darstellt.

Streuen Lokomotiven Sand, um Traktionsprobleme zu überwinden, verlässt sich Eibach lieber auf Reifenpartner Pirelli. Diese bringen das ausgefeilte P-ZERO CORSA System mit Mischbereifung zum Einsatz: CORSA Direzionale in den Dimensionen 245/40ZR19 XL TL AM8 an der Vorderachse und CORSA Asimmetrico in 285/35ZR19 XL TL AM8 an der Hinterachse. Ersterer ist ein laufrichtungsgebundener Reifen, der optimales Nasshandling gewährleistet, während das asymmetrische Profil hinten für besten Grip sorgt. Die Gummimischung kommt direkt aus Pirellis Erfahrungen im Motorsport.

Dampfmaschinen machten früher viel Lärm, Automobile auch: Beim Eibach V8 HP400+ löst sich dagegen die ganze unbändige Kraft in Wohlklang auf. Dazu trägt schon allein die über eine variable Klappe in der Lautstärke steuerbare Prodrive-Auspuffanlage bei. Doch auch die HiFi- und Multimediaanlage von Technologie-Partner Alpine Electronis ist ein Ohren- und Augenschmaus erster Klasse. Der 8 Zoll gro?e Pulse Touch-Monitor von Alpine in der Mitte des Armaturenbretts wirkt so perfekt, als sei er bereits bei der Montage im Aston Martin Werk in Gaydon eingesetzt worden. Er dient nicht nur als Wiedergabemedium für DVD-Filme, die die Passagiere eingebettet in einen Traum aus feinstem Conolly-Leder bei bestem 5.1-Kinosound genießen können. Sowas gibt es heutzutage nicht einmal im ICE. Möglich macht das perfekte Zusammenspiel der Komponenten das innovative Vehicle Hub Pro, die Schnittstellenlösung von Alpine, die es erlaubt, nahezu jedes Fahrzeugwerkssystem mit zusätzlichen Komponenten aufzurüsten: So zum Beispiel die innovativen gewichtssparenden Digitalverstärker von Alpine, die perfekten Klang mit der Power eines Dampfkessels verbinden und auch durch ihre polierte Aluoptik überzeugen. Entsprechende Leichtmetalldekorelemente finden sich beim Eibach-Projektfahrzeug auch an Einstiegsleisten und Türgriffen. Mit dem Alpine DVD-Navigationssystem findet man übrigens auch im ärgsten Großstadtdschungel spielend zu seinem Ziel. Doch wer will bei so viel Fahrvergnügen überhaupt ankommen?

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