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Die meisten Versuche diese Legenden wiederzubeleben gingen aber schlicht und ergreifend in die Hose, der Erfolg war nicht wiederholbar. Meist wurden diese Versuche mit Verkaufszahlen „belohnt“ die nicht einmal die Entwicklungskosten einspielten. Kein Wunder also, dass hier die Hersteller ihre verbrannten Finger schonen wollen.
Umso mehr muss man den Mut von Opel bewundern, sich wieder auf diesem Feld zu betätigen. Zumal doch der Speedster auch nicht grade in den oberen Rängen der Zulassungsstatistiken auftauchte.
Opel GT, versuchen wir`s noch einmal
Wer dem neuen GT Roadster unvorbereitet zum ersten Mal begegnet, wird mal in seiner Markenschublade kramen. Fündig wird er dort wohl nicht, obwohl Anklänge an andere Modelle nicht von der Hand zu weisen sind. Aber dass es sich hier um einen Opel handelt, wird erst der Blick auf den Blitz erkennen lassen.
Schwungvoll geht es zu in der Karosserie-Landschaft des GT, fast wie zu Zeiten als nur „Fliegen schöner war“. Einige Reminiszenzen an den „Alten“ sind zu sehen, aber auch Anleihen bei Konzerngeschwistern wie Camaro und Corvette. Nun, alles in allem aber ein Hingucker.
Als Roadster von echtem Schrot und Korn, verfügt er natürlich über eine Stoffmütze für „schlechte Zeiten“, sprich schlechtes Wetter. Die Domäne des GT dürfte wohl aber offenes Fahren bei schönem Wetter sein.
Technik made in Germany
Schnittig ist nicht nur sein Äußeres. Auch die Maschine ist nicht von schlechten Eltern. 264 PS mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung treiben den GT aus dem Stand auf 100 km/h in nur 5,7 Sekunden. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt, laut Werk, bei 230 km/h. Und hier noch einmal kurz die Technischen Daten im Stenogramm: zweiflutiger Turbolader mit Ladeluftkühlung, doppelte Nockenwellenverstellung und zwei Ausgleichswellen, 1998 cm³ großer Vierzylinder, maximale Leistung von 194 kW/ 264 PS bei 5.300 U-min und das bei einem Verbrauch von 9,2 Litern Super bleifrei auf 100 Kilometern. Das ist doch schon ganz ordentlich, und damit übertrifft er klar die heutige Roadstergeneration und auch die der meisten zweisitzigen Sportwagen.
Das Fahrwerk basiert auf steif ausgelegtem Chassis und einer breiten Spur. Das Getriebe wird über 5 sportlich kurze Gänge geschaltet. Der tief liegende Schwerpunkt und ein Hinterachssperrdifferential sorgen für ein gutes Fahrgefühl. Mit Scheibenbremsen auf allen vier Rädern, ABS, Traktionskontrolle und ESP wird der GT wohl auch einem sportlich ambitionierten Fahrer gerecht.
Text: Automagazin24.de Bilder: Hersteller