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Fahrbericht: Jaguar XK
Gran Tourismo pur

Nein, „Porsche jagen“ stand nicht im Lastenheft der Entwickler des neuen XK. Eher schon souveräne Leistung sowie Eleganz und Komfort. Echtes Gran-Tourismo-Feeling halt. Diesen Punkt können die Ingenieure von Jaguar mit dem Prädikat „hervorragend“ abhaken.




Fahrbericht



 

Aber nicht nur diese Eigenschaften haben die Entwickler mit Bravour gemeistert, sondern auch den Anspruch „Premium“. Vergeblich sucht man Nachlässigkeiten bei der Verarbeitung, oder Materialien, über die man meckern könnte. Alles vom Feinsten. Die fast schon lieb gewonnene Nonchalance der Briten im Umgang mit Spaltmaßen ist ebenfalls verschwunden. Der XK ist nun ein durchaus würdiger Gegner in der Oberklasse der Sportwagen geworden.

Dass der Käufer und Jaguarkunde dies zu schätzen weiß, zeigen die rund 10.000 Bestellungen für den XK, die seit Markteinführung im März 2006 eingegangen sind.

 

Muscle Car ?

 

Als die Sounddesigner sich der Auspuffanlage gewidmet haben, mussten sie vorher einen Mustang gefahren haben. Jedenfalls klingt der XK stark nach einem amerikanischem Muscle Car. Nun posaunt der XK heraus, was in ihm schlummert und uns gefiel es. 298 PS leistet der 4,2-Liter-Motor und sorgt damit für den Standardsprint auf 100 km/h in 6,3 Sekunden. Bei 250 km/h schiebt die Elektronik dem Vortrieb einen Riegel vor.

Beim Fahrverhalten zeigt der Jaguar aber Ruhe. Das ESP hält hier die schützende Hand über die Insassen. Schnell greift es ein, erkennt auch einen zu forschen Abbiegevorgang frühzeitig und verhindert ein Ausschwenken des Hecks in den Gegenverkehr. Der ganze Vorgang geschieht aber nahezu unbemerkt für den Fahrer. Geschaltet wird der XK über eine Sechsstufen-Automatik am Lenkrad, den so genannten „paddles“ und einem konventionellen Wählhebel auf der Mittelkonsole. Man hat die Wahl zwischen drei Automatik- und einer sequentiellen Schaltoption. Schon allein das und der erwähnte Sound lassen ein richtig gutes Feeling aufkommen. Auch die Federung wurde verbessert. Sie ist wesentlich agiler und dämpft mehr, als wir es vom Vorgängermodell noch gewohnt waren.

 

Muscle Car!

 

Fahrer- und dem Beifahrersitz, die eigens für den XK konstruiert wurden, geben guten Seitenhalt, auch wenn man nicht gerade Porsche jagt. Der den Engländern-eigene klassisch luxuriöse Stil findet sich auch im Innenraum wieder. Wahlweise Walnusswurzelholz oder Aluminium-Paneele in Flechtoptik: Für den eigenen Stil ist da sicher das Richtige dabei. Es gibt sogar die Möglichkeit, die Mittelkonsole und das Armaturenbrett mit Softgrain-Leder überzogen zu ordern. Das findet man dann als „Luxus-Sport“-Ausstattung im Katalog der Jaguar-Händler.

Wir erlebten den Jaguar XK als einen souveränen, leistungsstarken und optisch ansprechenden Wagen. Man muss nicht unbedingt mit ihm heizen. Man kann auch gemütlich durch die Landschaft cruisen. Trotzdem brachte es uns auf Grund des Fahrwerks und der satten Leistung mächtig Spaß, den XK bis an seine Grenzen (und die des Fahrers –) zu powern.


Text und Fotos: Automagazin24.de


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