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Alfa Romeo Spider
Lange Ahnengalerie

Alfa entstand 1910 aus einem Montagewerk für Darracq-Fahrzeuge: Sie hieß Anonima Lombarda Fabbrica Automobili - Alfa eben. Nicola Romeo übernahm im Ersten Weltkrieg das Werk und lieferte so den zweiten Teil des Markennamens. Ab 1920 hießen die Fahrzeuge also Alfa Romeo, ein klangvoller Name, der bald mit Eleganz und Sportlichkeit verbunden wurde.





Bediente die Marke vor dem Zweiten Weltkrieg vor allem den Luxusmarkt, so stieg man ab 1951 auch auf erschwinglichere Fahrzeuge um, wenn auch ein Kleinwagenprojekt nicht realisiert wurde. Mitte der 80er Jahre steckte Alfa Romeo in tiefen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die nach langwierigen Verhandlungen im November 1986 in der Übernahme durch Fiat endeten. Alfa Romeo entwarf und baute auch während des Zweiten Weltkriegs offene Autos wie den 6C 2500 Sport, 6C 2500 SS Cabriolet. 1950 kleidete Boneschi den 6C in eine Sport Cabriolet-Karosserie, für Militär und Polizei gab es den 1900 Torpedo mit vier Türen (1952). Mit Touring-Karosserie wurde zwischen 1953 und 1958 das Cabriolet 1900 Super Sprint gebaut. Zagato zeigte 1957 eine Sonderausführung des 1900 Spider.

 

Giulietta Spider, Giulia Spider

Die Giulietta war Alfas erstes Großserien-Cabrio, Pinin Farina bewies bei der Gestaltung ein äußerst glückliches Händchen. Auch das offene Julchen bestach durch eine kompakte, sportliche und elegante Karosserie. Eine im Vergleich zu britischen Konkurrenzmodellen fortschrittliche Verdecktechnik verleitete durch sein leichtes Handling auch zu nur kurzen Offenfahrten, an den Qualitäten der Antriebsaggregate und Fahrwerke bestanden ohnedies nie Zweifel. Die Spider-Modelle vollzogen die gleiche Evolution nach, wie auch der Sprint. Also gab es zunächst leistungsgesteigerte Veloce-Modelle, mit 1,3 Litern Hubraum und 65 PS ging es los. Das reichte für eine Spitze von 155 km/h. 1962 trat die 1,6 Liter-Version Giulia Spider hinzu. Deren etwas müde drehender Motor mit 92 PS zeigte die bessere Alltagstauglichkeit. Besonders selten, da dem Spider vorbehalten, blieb das 1,6 Liter-Veloce-Aggregat mit 112 PS, das nur in den Jahren 1964/65 erhältlich war und immerhin 180 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichte.

 

2000 Spider

1957 stellte Alfa den Nachfolger des betagten 1900 Berlina vor, dessen Technik aber weitgehend übernommen wurde. Der Spider mit 22 Zentimeter verkürztem Fahrgestell trägt die gleiche Typbezeichnung wie der spätere Fastback-Spider, mit seiner ebenmäßigen Touring-Karosserie war es 2+2sitzig ausgelegt. Selbst für die schweren Modelle griff Alfa unverständlicherweise wieder auf Trommelbremsen zurück, was den dynamischen Qualitäten etwas entgegenwirkte. Immerhin war das Fünfganggetriebe neu und vollsynchronisiert. Bei diesem zwischen 1958 und 1961 gebauten Wagen leistete der knapp zwei Liter große Reihenvierzylinder je nach Ausführung 105 bis 115 PS, was für 165 bis 180 km/h Höchstgeschwindigkeit sorgte.

 

2600 Spider

Endlich mit mehr Power präsentierte sich der Nachfolger des 2000 Spider, der im Jahr 1962 in den Markt eingeführte Spider 2600. Die Mailänder Techniker hatten den bewährten Vierzylinder durch Anhängen von zwei weiteren Töpfen zum leistungsstarken und wohlklingenden Reihen-Sechszylinder ausgebaut. Die resultierenden 145 PS aus knapp 2,6 Liter Hubraum ließen den recht großen Wagen an der 200 km/h-Schallmauer kratzen und den sportlichen Ruf der Marke unterstreichen. Äußerlich unterschieden sich die Vier- und Sechszylinder nur bei genauerem Hinsehen: Es gab eine leicht abgeänderte Frontpartie samt veränderter Motorhaube, und - vielleicht am auffälligsten - es verschwanden die seitlichen Belüftungskiemen hinter den Vorderrädern. 1968 endet die Bauzeit.

 

Duetto, Spider 1300 Junior, Spider 1600 und 1750 Veloce

Für einen Aufschrei der Empörung bei den Markenfans sorgte diese erste Version des neuen Spider-Modells von Pininfarina mit seiner gewagten Heckgestaltung: Mit den spitz zulaufenden Kotflügeln und entsprechender Kofferraumklappe erhielt er den Namen Rundheck-Spider. Hatten Sport-Alfas bis dahin immer einen eher männlich-herben Charme verströmt, so zeigte sich das aerodynamisch durchgeformte Spitzheck von deutlich feminineren Charakter. Unbeirrt von den Kritikern hielt Alfa zunächst an der umstrittenen Linienführung fest und steigerte das zweifellos vorhandene Fahrvergnügen des Duetto durch eine Ausweitung der Motorenpalette nach unten und oben. Zum Einführungsangebot 1600 Spider gesellte sich das Spitzenmodell 1750 Veloce mit 113 bzw. 118 PS, der heute zu den besonders teuren und gesuchten Modellen zählt. 1968 wurde der 1300 Junior eingeführt und der 1600er entfiel.

 

Fastback Spider 1300 Junior, 1600, 1750 und 2000 Veloce

Erst 1970 war es dann vorbei mit dem weiblich-runden Spider-Heck. Der steil stehende und Fastback genannte Heckabschluß war zustande gekommen, indem Pininfarina den langen hinteren Überhang einfach kürzte und senkrecht abschnitt. Das Resultat dieses Eingriffs wurde von den Fans rasch akzeptiert und verpasste dem Erscheinungsbild des Spider schließlich die ersehnte maskuline Kontur. Wie bei allen Alfas kam im Laufe der Jahre die ganze von 1,3 bis 2,0 Liter reichende Motorenpalette mit zwei obenliegenden Nockenwellen zum Einsatz. Im Modelljahr 1973 gab es den kleinen 1300er nicht mehr, nur der Zweiliter wurde angeboten. Ab 1974 war auch der 1,6-Liter wieder im Angebot. Ab 1983 trugen die Spider relativ unansehnliche Heckspoiler aus schwarzem Plastik, die jedoch zum Modelljahrgang 1990 wieder entfielen. Mit Katalysator erreichte der Zweiliter 120 PS und 190 km/h Spitze. 1993 war Schluss mit dem Fastback.

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Alfa Spider

Nach seiner Premiere auf dem Pariser Salon 1994 begann 1995 in Arese die Produktion des neuen Spider. Der Pininfarina-Keil beendet die kurze Spider-lose Zeit bei Alfa Romeo. Als Motorisierung kamen zwei quer installierte Vierventil-Triebwerke zum Einsatz. Als 2.0 Twin Spark leistet der Vierzylinder 150 PS, der Dreiliter-V6 erreichte 218 PS. Die Fronttriebler hatten ein erstklassiges Fahrwerk. Zuletzt hießen die Modelle 2.0 16 V (150 PS), 2.0 JTS 16 V (165 PS) und 3.2 V6 24V (240 PS). Im März 2006 debütiert auf dem Genfer Salon dann der Nachfolger, den es auch mit Allradantrieb (3,2 V6 24 V) und Dieselmotor (2.4 JTDM) gibt.

 

 

Giulietta Spider 1955-1962: 17.096 Stück

2000 Spider 1957-1961: 3.459 Stück

2600 Spider 1962-1965: 2.257 Stück

Giulia Spider (101) 1962-1965: 10.341 Stück

Giulia GTC 1964-1966: 1.000 Stück

Spider 1966-1993: 124.105 Stück

Spider 1995-2004: 61.460 Stück (bis 9/ 2000)

 

 
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