Fahrbericht
Skoda hat ihn als fliegendes Haus skizziert und die Seitenlinie erinnert doch etwas an die Transportmaschinen, mit denen die Airbusteile transportiert werden.
Wir fuhren ihn in der mittleren Diesel-Version mit 80 PS (59 KW) und DPF. Der Motor ist nicht gerade ein Ausbund an Lebhaftigkeit. Als strikter Verfechter des berühmt berüchtigten Turbolochs mag er Drehzahlen unter 2000 U/min gar nicht. Hier wirkt er schlapp und lustlos. Viel Lärm um nichts, denn leise ist er da auch nicht gerade. Das Dieselnageln ist schon sehr deutlich ausgeprägt. Beginnt der Turbo dann seine Arbeit und macht dem Motor Druck, gibt dieser ihn dann auch willig über das etwas teigig zu schaltende Fünfganggetriebe an die Vorderräder ab.
Nun gut, als Sportwagen will der Roomster nicht auftreten, MPV (Multi Purpose Vehikel) zu gut Deutsch „Hansdampf in allen Gassen“ ist die Bezeichnung für den Roomster und das heißt er ist für Transportaufgaben von Menschen und deren Utensilien genauso gut geeignet, wie durch seine Variabilität auch für Hobbyspediteure.
Seine Passagiere verwöhnt der Skoda mit bequemen Sitzen, Platz und einen lichtdurchfluteten Innenraum. Ein Panorama Glasdach von 1.12 Länge bringt Licht und Wohlgefühl in den hübsch durchstylten Innenraum.
Der Roomster verwendet zwei Plattformkomponenten. Vorne dient der Fabia, hinten der Oktavia als Organspender. Dies ergibt durch die breitere Hinterachse ein sehr komplexes Verhalten in der Seitenneigung und Stabilität. Die Lenkung ist zwar nicht sehr direkt, aber ausreichend exakt. So macht auch die Urlaubsfahrt abseits stauender Autobahnen für den Fahrer Spaß.
Warum Skoda dem Roomster erst ab der 59 KW Version ein ESP verpasst, ist nicht so ganz verständlich, denn auch mit weniger PS kann man in Situationen kommen, in dem der Lebensretter seiner Aufgabe gerecht wird. Im Falle eines Falles ist der Skoda aber mit den passiven Sicherheitsfeatures die „State oft he Art“ sind, ausgerüstet.
Skoda gibt auf den Roomster 2 Jahre Garantie, was unter dem Gesichtspunkt, dass koreanische Hersteller nun bis zu sieben Jahre geben, nicht gerade von Vertrauen in die Qualität der eigenen Erzeugnisse vermuten l?sst.
Den Roomster erhält man mit neun verschiedenen Motorisierungen und vier Ausstattungs-Varianten. Preislich bewegt sich der Roomster zwischen 12.990 Euro für den 1.2 Benziner und 20890 Euro für den 1.9 TDI Scout.
Text: HJE/Automagazin24.de
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