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Erste Ausfahrt: Porsche 911 Turbo Cabrio

Klimawechsel


Mit welchem Cabrio kann man schon mit 270 km/h einen ICE überholen? Natürlich mit einem Porsche 911 Turbo Cabrio, wohlgemerkt – OFFEN


Bericht

Es ist schon fast Tradition, dass die turbogetriebenen 911 Coupés ein Cabrio an die Seite gestellt bekommen, so ist es auch bei der aktuellen Baureihe 997.
Die Tradition bleibt auch beim Dach erhalten, so ziert das 911er Turbo Cabrio im geschlossenen Zustand nach wie vor eine Stoffmütze. Diese lässt sich auch in der aktuellen Generation bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h öffnen oder schließen. Jeder, der schon 'mal in einen Regenschauer gekommen ist und keinen Platz zum Anhalten gefunden hat, kann wohl nachvollziehen wie sinnvoll diese Funktion ist.
Wir mussten das Stoffdach leider die meiste Zeit geschlossen halten, denn das schöne Königstein i. Taunus, wo Porsche das neue Cabrio präsentierte, wurde von einem starken Unwetter heimgesucht. Jedenfalls ist das Dach dicht.
Fahrdynamisch entspricht das Cabrio dem Coupé, Allradantrieb mit einer Verteilung 40:60 (Vorne/Hinten) nimmt den 480 PS den Schrecken.


Turbolader mit variabler Geometrie

Das Geheimnis der sehr hohen Literleistung des 911 Turbo-Motors ist der erstmalige Einsatz von Turboladern mit variabler Geometrie. Durch sie kann der Abgasstrom im gesamten Drehzahlbereich geregelt und die Strömung optimal auf die Turbinenschaufeln geleitet werden. Damit erreicht der 3,6 Liter große Sechszylinder-Boxermotor eine spezifische Leistung von 133,3 PS (98,1 kW) pro Liter Hubraum und ein Nenndrehmoment von 620 Newtonmetern zwischen 1.950 und 5.000 Umdrehungen pro Minute. In der Praxis spürt dies der Fahrer durch spontanen und kraftvollen Schub schon ab Leerlaufdrehzahl.

Den Spurt auf Tempo 100 erledigt das Cabrio in 4,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt wie bei der geschlossenen Variante 310 km/h, die man übrigens auch offen fahren könnte-, wenn man wollte.
Auf dem Weg dort hin wird man wahlweise von einem 6-Gang Getriebe mit Handschaltung oder einer 5-Stufigen Tiptronic S begleitet. Der Sprint auf 100 km/h geht mit Tiptronic S übrigens etwas schneller, 3,8 Sekunden braucht der 911er so.


Noch mehr Power mit “Sport Chrono Paket Turbo”

Das optionale “Sport Chrono Paket Turbo” bietet auf Knopfdruck eine zusätzliche und kurz­zeitige Drehmomenterhöhung. Durch einen höheren Ladedruck steigt die Kraftentfaltung um weitere 60 auf insgesamt 680 Newtonmeter. Dank dieser so genannten Overboost-Funktion lässt sich beispielsweise die Zwischenbeschleunigung von 80 auf 120 km/h im vorletzten Gang nochmals von 3,9 auf 3,6 Sekunden verkürzen.

Ach, sprechen wir doch noch über den Verbrauch, Porsche gibt ihn im Drittelmix mit 12,9 Liter, keine Frage, dass sich dieser Wert auch toppen lässt, dies muss aber ein ausführlicher Test zeigen.
Bei der Sicherheit geht Porsche die üblichen Wege. Heraus schnellender Überschlagschutz im Fond, verstärkte A-Säule sowie Front- und Seitenairbags bieten auch beim Cabrio hervorragenden Schutz.
Im Innenraum dominiert Leder so weit das Auge reicht, nirgends kommt billiges Plastik zum Vorschein.
Auch die Verarbeitung ist erster Güte. Allerdings könnte die Mittelkonsole etwas aufgeräumter, bzw. die Knöpfe doch einen Tick größer dimensioniert sein.

Die Preise beginnen bei ca. 150.000 Euro für den offenen Turbo, darin enthalten ist bereits das Navigationssystem, Bose-Sound und ein komplettes Leder-Interieur.



Bilder



 
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