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Fahrbericht: Alfa Romeo Spider JTDM 20V
Italian Style

Das auf den Brera folgende Cabrio mit dem eigenständigen Namen Spider von Alfa Romeo ist nun wirklich ein „Hingucker“. Der "Hinhörer" ist der neue Fünfzylinder Diesel im sportlichen Cabrio.





Fahrbericht


Nun, dass Diesel auch in immer mehr Sportwagen Premiere feiern, ist nicht mehr so ganz neu. Die 200 PS Dieselpower kennt man schon vom Brera, nur im Cabrio ist man der Klangkulisse doch etwas näher und den verwunderten Blicken der erstaunt oder interessiert nachsehenden Leute etwas öffentlicher ausgesetzt. Der Klang überrascht doch so manchen. Wobei nach einem Tritt aufs Gas die Dieselklänge in den Tiefen des sonoren Grummelns, das den Vier Endrohren entströmt, untergehen

Nun, die Blicke der Anderen sind uns ja eh egal, auch hinter dem Benziner wird hergeschaut. Nicht wegen des Klanges, alleine schon die Optik zieht die Blicke auf sich. Offen gibt er sich als richtige Schönheit, geschlossen wirkt er etwas verkniffen.

Der Spider ist genauso wie der Brera ein Schwergewicht, auf knappe 1800 KG summieren sich die zahlreichen elektrischen Komfortausstattungen und die sicherheitstechnischen Bereiche des Spider. Natürlich ist auch der Fünfzylinderdiesel kein Leichtgewicht und dessen Gewicht drückt ordentlich auf die Vorderachse, was diese mit einer deutlichen Untersteuertendenz quittiert. Also nicht die Leichtigkeit der alten Spider mit ihrem agilen Kurvenverhalten, sondern beim neuen Spider ist mehr die ruhige bis flotte Fahrt über die Landstraßen angesagt.
Schnell mag man ihn offen eh nicht fahren, denn ab Tempo 100 weht doch eine gehörige Prise durch das Cockpit und schreit nach Schal und Mütze. Geschlossen fährt sich der Spider bis Tempo 180 doch mit recht geringer Geräuschentwicklung unter der Stoffmütze. Darüber wird es lauter aber dennoch erträglich. Das Öffnen und Schließen der Bedachung erfolgt auf Knopfdruck, allerdings muss das Fahrzeug dazu stehen.

Der Motor harmoniert gut mit dem exakt aber etwas knackig zu schaltendem Sechsganggetriebe, er lässt sich recht schaltfaul fahren, passt also zum Charakter der Spider, gemütlich aber dennoch flott. Beim Verbrauch hatten wir 10,5 Liter Diesel pro 100 Kilometer auf der Uhr was für die Fahrleistungen akzeptabel ist. Der JTDM 20 V hat ein Drehmoment von 400 Nm und dreht sehr gut aus dem Keller hoch. Der Frontantrieb wird ohne große Lenkeinflüsse mit der Kraft des Motors fertig. Den Sprint von 0-100 Km/h schafft der Dieselspider in 8,4 Sekunden, bei 228 Km/ist dann Schluss. Dem Vorwärtsdrang gebietet eine Bremse einhalt, die gut dosierbar und fest zupackend ist. Vorne verfügt sie über 330 mm Bremsscheiben mit einem radialen Vierkolbenbremssattel, hinten über 292 mit einem schwimmenden Bremssattel. Der Tankinnhalt von 70 Litern ergibt bei einem Durchschnittstestverbrauch von 10,2 Litern doch eine recht vernünftige Reichweite.

Thema Urlaubsgepäck

Ein beliebtes Streitthema gerade wenn‘s in den Urlaub geht ist nun mal das Gepäck und der zur Verfügung stehende Raum dafür. Der Spider bietet dank seiner Stoffmütze hier doch noch ordentlich Stauraum, wobei sich nie die Frage stellt, offen oder zu zu fahren, es tangiert die Größe des Kofferraums nicht. Er bietet ein Kofferraumvolumen von 253 Litern. Auch das Thema jemanden zusätzlich mitzunehmen erübrigt sich, der Spider bietet hinter den Vordersitzen nicht einmal Notsitze. Dafür aber zwei abschließbare Fächer hinter den Sitzen für so allerlei Krimskrams.

Auch bei den Rückhaltesystemen griff das italienische Unternehmen die Technologien zurück, die „state of the art“ sind. So besitzt der neue Alfa Spider bereits ab Werk fünf Air­bags serienmäßig. Neben zweistufig auslösenden Frontairbags mit großzügig be­messenen Volumina von 60 Litern auf der Fahrer- sowie 120 Litern auf der Beifahrer­seite gehören Seitenairbags in den Rückenlehnen – sie unab­hängig von der Körper­statur, Sitzposition oder Sitzeinstellung zusätzlichen Schutz für den Becken- und Brustbereich der beiden Passagiere bieten – ebenso dazu wie ein innovativer Knieair­bag im unteren Bereich der Armaturentafel. Dieses Schutzkissen, das optional auch für die Beifahrerseite erhältlich ist, be­wahrt Knie und Beine bei einem Frontalaufprall vor Verletzungen. Ein spezieller Ausklinkmechanismus für die Pedalerie reduziert zudem die Gefahr von Ver­letzungen im Fußbereich.

Für die Freunde der Frischluft um die Nase und des italienischen Flairs ein Angebot, dem man schwer widerstehen kann. 38.200 Euro muss man aber für die Dieselversion mindestens hinblättern.

 

HJE/Automagazin24.de


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