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Fahrbericht: Porsche 911 Turbo

Sorry Girls! Boys-Toys only!

Turbo steht bei Porsche mittlerweile für eine lange Tradition. Leistung ohne Ende und Fahrspaß pur. In den ersten zwei Dekaden luftgekühlt und sägend, heute wassergekühlt und dumpf röhrend, akustisch aber immer noch unverkennbar ein 911er. Ein Leistungsplus ist selbstverständlich: 60 PS mehr und eine neue Gesamtleistung von 480 PS sprechen für sich.



Bericht

Nicht nur am Heck tummelt sich ein Flügelchen, das bei höherem Tempo den benötigten Anpressdruck erzeugt, auch unter der Motorhaube gibt’s nun welche. In abgewandelter Form und erstmals auch verstellbar (!!) in Form eines VTG-Turboladers. VTG steht für „Variable Turbinengeometrie“, wobei sich die Schaufeln (kleine Flügelchen) je nach Abgasdurchsatz verstellen, sodass der Wirkungsgrad bei geringeren Drehzahlen erhöht wird. Bekannt ist die VTG-Verstellung von den Turbodieseln. Sie fand aber aufgrund der hohen Abgastemperaturen bislang nie den Weg in die Benzinerfraktion. Porsche hat das nun geändert.

Das Takeoff-Gefühl

Wer schon einmal geflogen ist, kennt das Gefühl: wenn das Flugzeug zum Start die Turbinen auf maximale Kraft stellt und es einen in den Sitz presst. Das ist beim Turbo ähnlich, Nur hebt man nicht ab, wenn die 300 km/h Marke überschritten wird.

So wie der 911 Turbo beschleunigt, klebt er auf der Straße. Selbst Kurvengeschwindigkeiten, jenseits dessen, was 90 Prozent der Fahrer als schon verdammt schnell empfinden, bringen ihn nicht aus der Ruhe. Das hat uns Walter Röhrl sehr gut vor Augen geführt, als er mit Tempo 214 eine Kurve nahm, die sich für uns mit eben mal 140 km/h schon schnell anfühlte. Dabei machte der Porsche nicht einmal im Ansatz Anstalten, auszubrechen. Ein großes Lob also an die Fahrwerkstechniker und Walter Röhrl, der das Fahrwerk mit abgestimmt hat.

Beschleunigen und hohes Tempo sind gut und schön. Wer aber den Punsch noch weiter erhöhen will, kann, wenn er das Chrono-Paket gewählt hat, zusätzlich noch den „Sport“-Knopf drücken: Dann stehen für etwa 10 Sekunden statt der 620 Newtonmeter Drehmoment stolze 680 zu Verfügung. Natürlich passt sich auch das Fahrwerk an: Es wird statt hart eben bretthart. Auch für die Bremsen trifft diese Souveränität zu: So sorgen vorne und hinten 350er-Scheiben mit 6/4-Kolbenzangen dafür, dass der Bremsweg gegenüber dem alten Modell noch mal um über zwei Meter verkürzt wurde.

Männertraum

Man könnte noch viel über den neuen Porsche philosophieren. Wir aber lassen das für unsere Träume übrig. Träume übrigens, die mehrheitlich Männer haben – so sieht Porsche es jedenfalls und druckte dafür auf einen Schreibblock den Satz:
Sorry Girls! Boys Toys only!

Text und Bild: Auto-Magazin24.de

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