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Erste Ausfahrt: Lexus IS-F

LEXUS IS F – Vorsicht Suchtgefahr-

Lexus, etablierte sich  in den letzten Jahren als Premium- hersteller auf dem deutschen Markt und überraschte schon 2005 die einheimischen Fahrzeughersteller mit dem serienreifen Hybrid für fast alle Modellklassen.





Bericht

Um so mehr verwunderte dann die Einführung eines Sport-Mittelklassewagen -mit einen 423 PS und 500 NM starken 5-Liter V8-Motor- im Kleide des seit 2006 bekannten IS-Modell.

Wer das Datenblatt liest, ist erstmal erstaunt und denkt so gleich an die typischen Bekannten
Audi RS4, BMW M3 und Mercedes C63 AMG.

Wie auch diese Modelle fällt der IS F nicht durch auffälliges Exterieur und Spoiler auf.

Kann man den IS F neben den zivileren Brüdern IS 250 oder 220d stehend vergleichen, so wird man fast keinen Unterschied bemerken.
Die L-Finesse –Designline, bei allen Lexusmodellen wieder zu finden- ist sowohl im Innenraum als auch bei der Außenhaut deutlich zeichensetzend. Hierbei wurde aber in Anlehnung der Entwicklung des Sport-IS, das F, das für die Geburtsstätte Fuji Speedway steht, in vielen Elementen eingebracht.
Um die weiteren Ziele, wie Dynamik und Fahrkomfort, trotz des größeren Antriebes klassenführend zu erreichen, wurde der komplette Vorderwagen wie auch die Kotflügel und Heckklappe neu überarbeitet.

Das sind aber nur die äußeren Werte des IS-F. Wer in den perfekt geschnittenen serienmäßigen Leder-Sportsitzen Platz genommen hat und den aus den LS 460 bekannten und von Yamaha überarbeiteten V8 per motorsporttypischen Start/Stop-Knopf zum Leben erweckt, lernt die wahre „Seele“ kennen.
Die Nackenhaare stellen sich auf und tanzen im Beat des V8-Blues.
Jetzt  langsam den Fuß von der Bremse und es wird mit dem serienmäßigen griffigen Lederlenkrad und den gummigenoppten Edelstahlpedalen schnell lebhafte Freundschaft geschlossen.
Hat man die „Seele“ einmal geweckt, sollte man sich von deren Fülligkeit und erfreulichen Cruiserfähigkeit überzeugen.
Der IS F, der den Sportwagenolymp der Mittelklassefahrzeuge erringen will, ist auf dem Fuji Speedway und im Higashi Fuji Technical Centre am Fuße des „Heiligen Berges Fuji“ konstruiert worden und ist mit seinen Hochdrehzahlmotor auf schnellen und kurvenreichen Strecken ebenso zu Hause, wie auf den Autobahnen.
Stellt man die 8-Stufenautomatik, auf den speziell für den IS-F geschaffenen Modus M wird die Drehzahl erhöht.
Ab 4000 Umdrehungen wird die spezielle zweiflutige Ansauganlage automatisch umgestellt.
Wer diesen Bereich erreicht hat, fühlt sich wie beim Start bei der Formel 1.
Nichts erinnert mehr an den beruhigend klingenden V8, sondern eher an einen Sturm, der den IS F katapultierend vorwärts treibt. Schnell, über einen Signalton darauf hingewiesen, wird am rechten Lenkrad-Paddel in den nächsten Gang geschalten. In 4,8 Sekunden hat man Tempo 100 und in unter 15 Sekunden Tempo 200 erreicht.
Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 270 km/h abgeregelt. Natürlich wären dank des neuentwickelten Fahrdynamik- Managements VDIM Sport, dass jede einzelne dynamische Komponente des IS F kontrolliert  und der serienmäßigen Sportreifen mehr möglich. Aber in Anbetracht der Lexus Richtlinie Fahrkomfort und Sicherheit der Fahrzeuge auch anderen Verkehrsteilnehmer gegenüber, ist das nicht das Ziel des IS F.

Verlässt man diesen Adrenalin fördernden aber leider auch auf deutschen Autobahnen immer seltener fahrbaren Bereich über 250 km/h, dann wird man beim Verzögern durch die 6-Kolben Zange die sich in 360mm an der Vorderachse und  345mm an der Hinterachse große, jeweils innenbelüftete Scheiben der Hochleistungsbremsanlage von Brembo verbeißt stets souverän unterstützt. Wer dieses Erlebnis mehrmals ausübt, wird den deutlich spürbaren, nicht nachlassenden  Druckpunkt und die Standfestigkeit  als riesiges Sicherheitsmerkmal schätzen lernen.
Beim Runterschalten ist das F1 Schaltgefühl perfekt. Blitzschnell und mit beeindrucken Zwischengas wird die tiefere Fahrstufe nahezu unmerklich eingelegt.
Ein Schaltvorgang dauert im IS F unglaubliche 0,1 Sekunden.

Wer jetzt denkt, dass so eine Fahrmachine unzeitgemäße Unmengen an teurem Super-Plus Treibstoff verschlingt der irrt, der Lexus begnügt sich, im Gegensatz zum Mitbewerb mit Super(95 Oktan).

Bei unserer sportlichen Fahrweise lag der Durchschnittsverbrauch bei 15,3 Liter auf 100 km.

Der angegebene Drittelmix liegt bei 11,4 Litern. Dieser geringe Verbrauch und der damit verbundene CO2-Ausstoss von 270 g sind in der Klasse sentiatoniell.

Hier wurde Kraft und Effizienz durch die, in Serie gefertigten Weltneuheiten in Einklang gebracht.

Dass diese Technik und die vielen serienmäßig verbauten Premiumausstattungsmerkmale für unter 70.000,- Euro erhältlich sind, lassen das Herz genussvoll weiter schlagen.

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