Fahrbericht
Die Überzeugungsarbeit leistete Der Fabia zuallererst mal mit seiner Variabilität und Geräumigkeit. Ein Kofferraum der einmal von der Größe aber auch vom durchdachten Aufbau her gefallen kann. Obwohl der Skoda ja eher auf der Billigschiene des VW Konzerns fahren soll, ist doch nichts einfach „billig“. Gut, man sieht, wo eingespart wurde, so ist das Vorklappen der Sitzflächen bei umgelegter Rücksitzbank, (40/60%) doch etwas rustikal gestaltet, aber wen stört schon, das man sich da die Verkleidung der Sitzpolster von unten gespart hat und die Führung des Polsters nur über zwei Drahtbügel gehandhabt wird. Platz hat man auf alle Fälle dann reichlich und sitzen kann man auch recht bequem auf Polstern die unten nicht verkleidet sind. Man hat auf allen Plätzen guten Komfort und eine akzeptable Kopfraumhöhe im Fond, Vorne so gar als luftig zu bezeichnend.. Der Fabia bietet das größte Kofferraum und Ladevolumen seiner Klasse. 490 Liter ohne Umklappen der Sitze ist schon rekordverdächtig, 1460 Liter mit umgeklappter Rückbank. Die Zuladung kann bis zu 440 Kg betragen.
Die Bedienung ist VW, also über alle Zweifel erhaben und praktisch. Wobei sich praktisch durch den ganzen Charakter des Autos zieht. Der Kofferraum bietet Ablagefächer für den Einkauf, da muss nichts mehr herumfliegen. Haken für Tragetaschen und ein korbähnliches Gebilde in dem man Flaschen etc. sicher verstauen kann sowie ein Netz für die anderen Einkaufsartikel sind im Preis mit drin. Für den Krimskrams im Passagierraum sind die Ablagefächer unter dem Vordersitz recht willkommen.
Unter der kurzen Haube des Fabia werkelt der bekannte Pumpe-Düse 1.9 TDI mit 105 PS. Die Charakteristik des Motors ,„ruppig aber sparsam“ ist ja hinlänglich bekannt. Partikelfilter war bei unserem Modell dem Fabia Kombi 1.9 TDI Elegance mit an BordMit dem Fünfganggetriebe des Skodas harmoniert er gut und es reicht für gute Fahrleistungen. Der Fabia kratzt schon mal an der 200 Km/h Marke des Tachos und man ist zügig unterwegs, ohne dann an der Tanke Tränen in den Augen zu haben. 7,4 Liter Diesel war unser ermittelter Testverbrauch und das ist mehr als akzeptabel bei der Leistung die gefordert und auch erbracht wurde. Man kann ihn aber auch mit einer 4 vor dem Komma bewegen ohne als Verkehrshinderniss im Wege zu stehen.
Das Licht des Fabias ist gut, besonders erfreulich das Abbiege- und Kurvenlicht, das für 230 Euro Aufpreis zu haben ist. Leider war unser Model nicht mit der Tagfahrlichtfunktion ausgestattet, wo sonst unter der Abdeckung der Schalter für die Aktivierung sitzt, gähnte nur ein Loch. Nach Rückfrage erfuhr ich auch, dass dies für Deutschland definitiv nicht vorgesehen ist. Schade, denn immer mehr Menschen die ein Auto bewegen gehen dazu über auch bei Tag mit Licht zu fahren. Hat wohl wieder mal ein Controller seine Gedanken ins Spiel gebracht. Eine Ausschaltautomatik, die heute bei vielen Autos zum Standard gehört, gibt’s da auch nicht, sodass nur der Griff zum Lichtschalter bleibt, oder auch mal vergessen wird.
Sicherheits-technisch hat der Fabia alles an Bord, was heute üblich ist, also auch ESP und zwar mit elektronischer Differenzialsperre. Dies ist allerdings erst ab 59 KW Serie, als Option kostet es relativ bescheidene 300 Euro.
Der Einbau eines Kindersitzes ist mit Isofix recht einfach, aber auch der Universalsitz lässt sich ganz gut einbauen (siehe auch hier).
Die Abstimmung des Skoda ist gut gelungen, dem Zeitgeist entsprechend etwas straff, aber doch nicht hart. Er lässt sich mit der zielgenauen Lenkung sicher durch die Kurven jagen, ohne dabei ins Wanken zu geraten. Auch die Bremsen halten was sie mit innenbelüfteten Scheiben vorne und Scheibenbremsen hinten versprechen. Wohldosierbar und zupackend verrichten sie ihre Arbeit. Der Fabia fährt sich unauffällig und harmonisch.
Die Preise für den Fabia Kombi beginnen bei 10.880 Euro für den 1.2 Liter mit 60 PS und enden beim 1.9 TDI mit PDF bei 19.830 Euro.
HJE/ Automagazin24.de