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Fahrbericht: Kia Sportage 2.0 CRDi
Koreanischer Allrounder

Man könnte ihn auch als UEA bezeichnen.  Diesmal keine Erfindung der Automobilindustrie, sondern unsere ureigenste. UEA steht für „universell einsetzbares Auto“ und das ist der Kia Sportage ganz bestimmt. Wir fuhren die neueste Version mit dem 2.0 CRDI.







Fahrbericht

Wie schon gesagt, scheut der Koreaner keine Aufgabe die ihm im normalen Umgang mit einem Auto gestellt wird. Der Allradler ist auf asphaltiertem Belag genauso souverän unterwegs, wie im ruppigen Outdoor Parcours. Er muss sich in diesem Segment mit einem BMW X3 genauso messen, wie mit dem VW Tiguan oder einem Mitsubishi Outlander. Gut seine Konkurrenten sind alle jüngeren Datums, aber er schlägt sich doch recht tapfer.
Die Dopingspritze in Form von 10 Diesel PS hat ihm gut getan. 150 PS leistet der Vierzylinder Selbstzünder mit Common Rail Technik nun, bei einem Drehmoment von 305 Nm. Vor allem beim Langsam fahren im Gelände merkt man diese Leistungsspritze  deutlich. Beim Verbrauch hält er sich zurück, 8,9 Liter Diesel im Testverbrauch sind recht annehmbar. Der CRDi beschleunigt den Sportage nun in 12.0 Sekunden auf die 100 Km/h Marke und die Spitze liegt bei 177 Km/h. Die etwas direktere Servolenkung bringt auf der Straße ein besseres Handling, ohne im  Gelände zu direkt zu werden. Klar ist der Sportage kein Kurvenflitzer, aber er macht sich auch über die Biegungen der Nebenstrecken ganz ordentlich her. Ein Geländewagen wird der Sportage ja nicht werden, dazu fehlen einfach so nette Kleinigkeiten wie ein Untersetzungsgetriebe und mehr „Hochbeinigkeit“. Aber für den Hausgebrauch reicht es allemal, eine Sperre des Allradantriebs hilft da schon weiter. Das ESP (ab  der LX Version nun serienmäßig) trägt zur Sicherheit mit bei, wie auch das neue, griffiger gestaltete, Lenkrad.  Die größeren Bremsscheiben vorne ergeben eine bessere Leistung auf der Bremse, die nun als befriedigend zu bezeichnen ist.  Geändert hat sich auch die Schaltkulisse, sie ist nun knackiger und exakter geworden.
Die Frischzellenkur die Kia dem Äußeren des Sportage zukommen lies, fällt nicht übermäßig auf. Die sanften Retuschen an Front und Heck betreffen den Kühlergrill und die Stoßfänger. Das ganze Auto wirkt nun aber etwas stimmiger und weniger barock.  Die EX- Version ist nun mit 17-Zoll-Felgen ausgestattet, alle Modelle haben jetzt eine Auspuffanlage mit zwei Endrohren.
Der Komfort kommen die nun breiteren  und besser ausgeformten Sitzflächen und Rückenlehnen zu gute, sonst blieb so ziemlich alles beim Alten.
Das  Audiosystem ab Werk beinhaltet ein  RDS-Radio, einen CD-Player, sechs  Lautsprechern sowie einen AUX- und USB-2.0-Anschluss. Das optionale portable 3D-Kartennavigationgerät  mit 4,3 Zoll großem Breitband-LCD-Monitor, konnte nicht so ganz überzeugen. Die Bedienung ist fummelig und die Batterie geht sehr schnell auf null. Die Dockingstation lädt nach einem Muster, das nicht so ganz erkennbar war. Auf alle Fälle war das Ding beim Start immer leer und hat sich dann auch erst nach einigen Kilometern Fahrt dazu bequemt, den Dienst auf zu nehmen. Nicht so ganz erfreulich, dann wieder anzuhalten und das Ziel zu programmieren. Sonst verfügt das Clarion Navi (399 Euro) noch über einen RDS/TMC-Tuner für Verkehrsinformationen  und eine Bluetooth-Schnittstelle für das Handy.

Sehr angenehm auf längeren Fahrten sind die durch die Umgestaltung der Rückspiegelgehäuse erzielten Verringerungen der Windgeräusche, wobei der Sportage auch so kein Radaubruder war.
Die Anhängelast hat sich nun auf 1800 Kg erhöht.
Angesichts der üppigen Garantieleistungen die Kia auf den in der Slowakei gebauten Sportage gibt, 5 Jahre auf alles und noch weitere 2 Jahre auf den Antriebsstrang, oder 150.000 Kilometer ist der Basispreis von 25.840 Euro für den 2.0 CRDi 4WD wirklich nicht zu hoch und ein faires Angebot.
Mehr zum Sportage
HJE

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