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Fahrbericht: Mitsubishi Lancer Sportback 2.0 Di-D
Artgenossen


Passend zur Lancer Sport Limousine hat Mitsubishi den Lancer Sportback auf die Räder gestellt. Aus dem  Einheitsbrei des C-Segments sticht der neue Lancer wohltuend heraus, wie Fruchtstücke aus dem Grießbrei.







Fahrbericht

Der Sportback ist als Auto für all diejenigen gedacht, denen eine Limousine ein Gräuel ist. Mit seinem, wie Mitsubishi es nennt „Jetfighter-Design“ passt die Front weit besser zum Körper des Autos als zur Limousine. Mit ihm braucht man nicht zu befürchten in der konturlosen Masse unterzugehen. Mag er auch polarisieren, langweilig ist er nicht. Hiermit verbucht er schon mal einen Vorteil gegen die Konkurrenz. Sein stärkster Gegner ist hier der neue Lancia Delta, obwohl der seine sportlichen Gene abgegeben hat und nun auf edel macht, aber vom Design genauso ungewöhnlich ist. Beide sind nicht alltäglich im Straßenbild. Auch beim Ford Focus könnte er Kunden abspenstig machen.
Zum Unterschied schon beim „Gucken“ hat Mitsubishi dem Sportback den Kühlergrill im Ganzen verpasst, richtig gierig wirkt das. Und gierig ist der Lancer auf schnelle und auch enge Kurven. Er liegt wie besagtes Brett und schiebt erst spät über die Vorderräder. Dabei bleibt er aber durch Gaswegnehmen beherrschbar und findet schnell auf den Pfad der Tugend zurück. Lässt den Fahrer die Vernunft im Stich, regelt das für ihn, immer bis zu den Grenzen der Physik natürlich, das ESP. Macht einfach Spaß den Japaner um die Ecken zu jagen. Die Bremse könnte ruhig etwas mehr hergeben, ist aber im vertretbaren Bereich. Trotz seines sportlich abgestimmten Fahrwerks lässt der Lancer seine Insassen doch meist unberührt von den Unzulänglichkeiten deutschen Straßenbaus.

Bärbeißig
 
gibt sich der von VW zugekaufte 2.0 Liter TDI, aber darüber hat man schon genug geschrieben. Er stellt für die Freunde der Selbstzünder eine adäquate Antriebsquelle dar, mit bekannt niedrigem Verbrauch. Das Sechsganggetriebe, knackig zu schalten, harmoniert gut mit dem 140 PS starken Treibsatz. In engen Kurven hat der Frontantrieb so manches Mal Probleme die brachialen Wirkungen eines Gasstoßes auch in Vortrieb umzusetzen. 8,2 Liter hat sich der Sportback im Testbetrieb von dem, nun zur Freude aller, wieder in vernünftigen Preisregionen angesiedeltem, Dieselgesöff gegönnt. Momentan erfüllt der Motor die Euro 4, natürlich auch mit DPF. Ab Sommer 2009 wird dann auf den Common Rail mit Euro 5 umgestellt. Die derzeitige Motorisierung reicht für einen Sprint auf die 100 Km/h Marke in 9,6 oder 10,0 Sekunden, je nach Ausstattung, die Spitze liegt bei 204 Km/h.

Mit Tricks und doppeltem Boden

Für den Kofferraum hat sich Mitsubishi ein paar feine Kleinigkeiten einfallen lassen. So befindet sich ein „Geheimfach“ unterhalb des Kofferraumbodens das einmal dazu genutzt werden kann allerlei Krimskrams und Einkäufe auch unfallsicher zu verstauen, oder bei Bedarf nach mehr Kofferraumvolumen einfach eine Etage tiefer gelegt wird und so den Kofferraum von 288 auf 344 Liter vergrößern. Reicht das immer noch nicht, reicht ein Griff zu den beiden Hebeln im Kofferraum und – Mister Q lässt grüßen- legen sich die asymmetrisch geteilten Rücksitzlehnen wie von Geisterhand um und geben bis zu 1394 Liter Ladevolumen frei.
Im Innenraum herrscht die schon aus der Sportlimousine bekannte Atmosphäre vor, mehr technisch als wohnlich orientiert, aber nicht ungemütlich. Der Sportback ist ebenso sauber verarbeitet wie man es von der Sportlimousine her gewohnt ist. Greift man zur Instyle Version leuchten einem auch bi Xenon Scheinwerfer mit Kurvenlicht heim.

Preis lass nach

Die Preisgestaltung beim Sportback beginnt für den 2.0 Di-D bei 21.490 Euro, der von uns gefahrene Instyle bei 28.390 Euro, ein faires Angebot für ein komplettes Auto.
HJE

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