Bericht
Steigt man in den Accord ein, wird man von einem sportlichen Ambiente mit hochwertiger Anmutung empfangen. Hier hat Honda nochmal gegenüber dem Vorgänger nachgelegt.
Die Veränderung hat auch den Schlüssel getroffen zum Glück geht Honda nicht den Weg der sinnlosen Schlüssel, die keinen Bart mehr haben aber trotzdem in einen Schlitz gesteckt werden müssen um einen Startknopf frei zugeben.
Naja gut nun gibt es einen Klappschlüssel. Dann rein ins Zündschloss und den 2.4 Liter i-Vtec Motor zum Leben erweckt. 201 PS mobilisiert der Vierzylinder, allerdings Honda-typisch erst bei hohen Drehzahlen. Passt nicht so recht zum luxuriös wirkenden Accord.
Im Verbrauch schlägt sich das Konzept dann nur nieder, will man voran kommen, dann genehmigt sich der Vierzylinder auch mal 12-13 Liter. Auf längeren Strecken mit gelassenem Gasfuß kommt man auch mit 10 Litern über die Runden.
Für erhöhten Komfort soll auch die Automatik sorgen. Schnell schaltend fällt sie positiv auf, nur scheint wenig Kraft an die Räder übertragen zu werden. Das Gefühl, das Pedal gar nicht so tief treten zu können, wie man es gerade benötigen würde um entsprechend Schub zu erhalten, taucht öfters auf.
Die Automatik verfügt auch über Paddel am Lenkrad, die Schumi Feeling aufkommen lassen sollen.
Man merkt dass diese Kombination nicht ganz so glücklich ist. Der Griff zum handgeschaltetem Accord sollte zufriedenstellender sein.
Nun aber zu den Schmankerln des Japaners.
Ich verschone Sie jetzt mit den Abkürzungen für die ganzen Systeme, davon gibt es nämlich reichlich. Eines der herausragenden Systeme ist aber wohl der Abstandstempomat mit Lenkassistent. Honda hat auf lästiges Vibrieren des Lenkrads oder der Sitzflächen verzichtet. Der schnellste Weg zur Korrektur führt einfach über einen Lenkeingriff, so findet der Accord von selbst seine Spur. Dies geschieht mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera. Diese sitzt über dem Innenspiegel und sucht nach den Fahrbahnstreifen.
Im Kombiinstrument findet sich eine kleine Grafik, die signalisiert, ob Fahrstreifen erkannt wurden. Ist dem so, hält der Accord selbstständig die Spur.
Fährt man das erste Mal mit dem System, ohne von seiner Existenz zu wissen hat man das Gefühl das Fahrzeug würde Spurrillen folgen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit stellt sich das System als durchaus sinnvolle Ergänzung raus
Während die Systeme also dafür sorgen, dass der Accord auf der Straße bleibt, können es sich die Passagiere bequem machen. Großgewachsenen fällt dies hinten zumindest etwas schwerer, aber dennoch reicht der Platz.
Leider ist das Fahrwerk etwas zu straff, das merkt man hinten mehr als vorne, so dass es durchaus möglich sein kann, dass Klagen von der Rückbank kommen – hoffentlich nur Klagen.
Ansonsten bietet der Accord einen ordentlichen Kofferraum der auch mal das Urlaubsgepäck einer Familie schlucken kann.
Wem eine Limousine zu unpraktisch ist, der kann zum Tourer greifen. Ein Test folgt.
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